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demeter & Bioland: Unterschiede und Anbieter in der Region

Bioland ist der größte Anbauverband in Deutschland. Mitgliedsbetriebe kommen nur aus Deutschland und Südtirol. Bioland sagt: „Nur wer die strengen Bioland-Richtlinien einhält, bekommt das Bioland-Zertifikat. Die Bioland-Richtlinien stellen die Grundlage der Erzeugung und Verarbeitung von Bioland-Erzeugnissen dar und beruhen auf der EU-Öko-Verordnung. Betriebe, die unter diesem Standard wirtschaften, dürfen das Bioland-Siegel verwenden. In vielen Punkten, wie z.B. in der Zahl zugelassener Zusatzstoffe, gehen die Bioland-Richtlinien allerdings über die gesetzlichen Mindeststandards der EU-Öko-Verordnung hinaus. Alle Bioland-Bauern und Verarbeiter werden auf die Einhaltung beider Richtlinien/Standards geprüft.“ Bioland erklärt die Unterschiede detailliert in einer Tabelle über mehrere Seiten.

Die wichtigsten Punkte daraus sind:

  • Bewirtschaftungsform nur als 100% Bioland-Betrieb
  • Höhe und Zukauf der Stickstoff-Düngung stärker reglementiert
  • Konventioneller Wirtschaftsdünger: Gülle verboten, Mist stark reglementiert
  • Bedenkliche Organische Handelsdünger und Gärreste sind nicht erlaubt
  • Verringerte Anwendungsmengen bei Kupfer-Präparaten im Wein- und Obstbau
  • Verwendung von Torf im Gartenbau reglementiert
  • Heizen von Gewächshäusern reglementiert
  • Maximale Tieranzahl pro Hektar bei Geflügel und Schweinen verringert
  • Detaillierte Regelungen für die Aufzucht von Junghennen und Haltung von Geflügel in Mobilställen
  • Futterzukauf und konventionelle Futterkomponenten sind stärker reglementiert
  • Einsatz von Tierarzneimitteln eingeschränkt
  • Verbot von Fischmehl
  • Grünfutter bei Wiederkäuern vorgeschrieben
  • Zusatzstoffe in der Verarbeitung stärker reglementiert

    Zur Webseite von Bioland

Der demeter Verband sagt: „Als Öko-Pionier seit 1924 nimmt der Verband demeter die Qualitätsführerschaft im Bio-Bereich für sich in Anspruch. Das staatliche Bio-Siegel setzt nur das Mindestmaß fürs Öko-Essen. Demeter-Bauern und -Hersteller leisten mit der Biodynamischen Wirtschaftsweise erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das kommt der Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der Umwelt.“

Wesentliche Pluspunkte sind:

  • Gesamtbetriebsumstellung obligatorisch
  • Obligatorische Tierhaltung für landwirtschaftliche Betriebe oder zumindest eine Kooperation mit Austausch von Futter und Mist
  • 100 Prozent des Futters muss Bio-Futter sein. 2/3 des gesamten eingesetzten Futters muss demeter sein, bei Wiederkäuern muss der demeter-Anteil bei 80 Prozent liegen. Mindestens 50 Prozent des Futters muss vom eigenen Hof oder einer Betriebskooperation stammen.
  • Verzicht auf das schmerzhafte Enthornen der Kühe.
  • Einsatz Biologisch-Dynamischer Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist.
  • Eigene Sorten und Züchtungsarbeit im Bereich Getreide, Gemüse und Geflügel. Bei Getreide dürfen nur samenfeste Sorten verwendet werden, Hybridsorten sind ausgeschlossen. Generell dürfen keine Sorten aus Zellfusionstechnik verwendet werden.
  • Nur wenige absolut notwendige Zusatzstoffe und Prozesshilfstoffe sind in der Verarbeitung erlaubt. Jodierung, Nitritpökelsalz und so genannte natürliche Aromen sind verboten. Ausschließlich Aromaextrakte sind zugelassen.

    Zur Webseite von demeter

Von der HNV Hunsrück-Nahe-Vermarktungsgesellschaft mbH wurden uns folgende Betriebe in der Region Hunsrück-Nahe genannt:

 

 

Bioland:

Bannmühle

Angus-Hof Fam. Lötzbeyer

Bio Weingut Laubenstei
n


Biolandhof Sehnenmühle

Imkerei Bienengarten

permaglück

 


demeter:


Demeter-Hof-Michel

Bornwiesenhof Agra GbR

Hof Lehnmühler


Govindas Manufaktur GmbH


Der Schwalbenhof

Bainerhof

 

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