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Ein „Binger Bub“ kehrt als Professor zurück

v.l.n.r .: Dr. Eckard Bader und sein Nachfolger Professor Dr. Frank Hartmann. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie
v.l.n.r .: Dr. Eckard Bader und sein Nachfolger Professor Dr. Frank Hartmann. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie

Neuer Unfallchirurg am Diakonie Krankenhaus

 

Seit Professor Dr. Frank Hartmann am 1. Januar 2021 die Leitung der Unfallchirurgie am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach übernommen hat, ist der 43-Jährige in seine Heimat zurückgekehrt. Als Chefarzt tritt der Experte für Spezielle Unfallchirurgie und Orthopädie die Nachfolge von Dr. Eckart Bader an, der 23 Jahre die Abteilung erfolgreich geleitet hat.

 

Klinikdirektor Manuel Seidel und der Ärztliche Direktor Dr. Christoph von Buch danken Dr. Bader für die langjährige Arbeit und freuen sich nun, dass Professor Hartmann seine umfassende Expertise im Diakonie Krankenhaus einbringt und die Chefarzt-Riege der Diakonie komplettiert: „Mit Herrn Professor Hartmann werden wir das Spektrum der Unfallchirurgie perspektivisch erweitern.“ Nachdem im April 2020 mit Dr. Gunnar Proff die Viszeralchirurgie ihren Platz im Diakonie Krankenhaus eingenommen hat, wird mit PD Dr. Hartmann jetzt die Teilung der chirurgischen Abteilung in zwei getrennte Bereiche vollendet. „Damit tragen wir der medizinischen Entwicklung und zunehmenden Spezialisierung Rechnung“, ergänzt Dr. von Buch.

 

Professor Hartmann ist zwar in Mainz geboren, aber in Bingen aufgewachsen und fühlt sich deshalb als „Binger Bub“. Der Vater von zwei Kindern hat in Mainz studiert und auch seine Facharztausbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen an der Uniklinik absolviert. Die vergangenen Jahre war er jedoch in Koblenz. Seit 2018 hat er das Evangelische Stift St. Martin in Koblenz, ein Traumazentrum der Maximalversorgung, mit jährlich über 13.000 stationären und 25.000 ambulanten Patienten, kommissarisch geleitet, zudem war er leitender Oberarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie.

 

Professor Hartmann bringt eine breit gefächerte Expertise zur minimal-invasiven Behandlung von Knochenbrüchen sowie Band- und Gelenkverletzungen mit: Neue OP-Methoden wie die intraoperative 3-D-Navigation wurden im Ev. Stift unter seiner Leitung eingeführt. Zudem besitzt er besondere Erfahrung im Bereich der Alterstraumatologie bei osteoporotischen Knochenverhältnissen. Dabei sind der hüftgelenksnahe Bruch und der Beckenringbruch nur zwei Beispiele. In Koblenz hatte Hartmann bereits ein Alterstraumazentrum etabliert, so dass die Behandlungsqualität von unfallchirurgisch-geriatrischen Patienten entscheidend verbessert wurde. Auch in Bad Kreuznach möchte er den komplexen Herausforderungen des demographischen Wandels mit einer spezialisierten Versorgung und Vernetzung verschiedener Fachdisziplinen Rechnung tragen.

 

Der Uniklinik Mainz ist er immer noch als außerplanmäßiger Professor verbunden und hält weiterhin unfallchirurgisch-orthopädische Vorlesungen. Neben Klinik, Wissenschaft und Lehre verbringt der Mann, der während seines Studiums als Tauchlehrer gejobbt hat, seine Zeit am liebsten mit Familie und Freunden am Meer.

 

An der Unfallchirurgie reizt ihn das „Unerwartete“, bei der es täglich gilt, schnell und fundiert das Beste für den Patienten herauszufinden. Denkarbeit in Verbindung mit präzisem Handwerk - das macht für ihn die Chirurgie aus. Vom Kleinkind bis zum Senior behandelt er alle Altersgruppen. Nach Bad Kreuznach bringt er die BG (Berufsgenossenschaftliche) Zulassung mit. Professor Dr. Frank Hartmann kommt in die Heimat zurück, weil ihn die neue Aufgabe fesselt und die Ausflüge in Bad Kreuznachs Altstadt noch gut in Erinnerung sind.

 

Quelle:

Stiftung kreuznacher diakonie 

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