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Körper & Psyche

Dr. Jochen Jung: Wie Knie wieder schmerzfrei werden

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Dr. Jochen Jung:  Wie Knie wieder schmerzfrei werden

Dr. Jochen Jung, Leiter des EndoProthetik-Zentrums der Maximalversorgung am Diakonie Krankenhaus

Orthopäde steht bei der VHS für Fragen zum Thema Knieprothesen bereit: 

Das kannst Du knicken? Wie Knie wieder schmerzfrei werden

 

„Wir konfigurieren ein neues Kniegelenk wie ein Auto.“ Wenn Dr. Jochen Jung, Chefarzt der Orthopädie in Bad Kreuznach, erklärt wie er arbeitet, nutzt er eingängige Bilder aus dem Fahrzeugbau, um Patienten, die oft vor Schmerzen über Jahre hinweg kaum gehen können, zu zeigen, wie eine Prothese nicht nur maßgeschneidert, sondern auch passgenau eingesetzt wird. Der Experte der Stiftung kreuznacher diakonie steht am Mittwoch, 26. August, 19 Uhr, im Haus des Gastes in Bad Kreuznach für alle Fragen rund ums Knie zur Verfügung. Zuvor ist er zu Gast bei Antenne Bad Kreuznach. Am Donnerstag, 20. August, 8 Uhr,  ist er live im Studio des Senders.  

 

Der 48jährige Leiter des EndoProthetik-Zentrums der Maximalversorgung am Diakonie Krankenhaus will nicht nur erklären, welche Besonderheiten das „Fahrgestell“ des Menschen hat. Er möchte auch darauf eingehen, warum man beim Einsatz einer Knieprothese darauf achten muss, dass das neu eingebaute Gelenk sowohl optimal an die Knochen und die Bandsituation angepasst sind. Seine Abteilung war 2017 die zweite Klinik in Deutschland die dieses roboter-gestützte Verfahren eingeführt hat. Deshalb ist  Dr. Jung auch Anlaufstelle für Kollegen aus Berlin, Hamburg oder München, die sich hier fortbilden lassen. Dämpfung, Beweglichkeit und optimaler Sitz sind wichtige Faktoren, wenn es darum geht mit dem neuen Gelenk wieder gut voranzukommen. Für wen früher Stock und Stein keine Hindernisse waren, will sich nicht mit steifen Knien zufriedengeben. 

 

Dr. Jungs Handwerkszeug ist ein Roboterarm. Der „MAKO“ – so heißt der „Kollege mit eingebauter Platine“ und er als Operateur tragen dafür Sorge, dass Patienten wieder schmerzfrei laufen können: „Der Roboter hilft mir die Operation genau zu planen, das künstliche Gelenk der Situation und den Erfordernissen anzupassen und den Einsatz des Gelenkes dann so zu steuern, dass auch die Bänder das Gelenk optimal stützen. „Das senkt das Risiko von Komplikationen. Die Patienten stehen bereits am Abend nach der OP wieder auf und auch bei der Reha sind sie die Einser-Kandidaten“, so Dr. Jung, der gerne auf Präzision und Langlebigkeit setzt. „Patienten, die so operiert wurden, haben zu mehr als 97 Prozent auch noch nach zehn Jahren ihr Kniegelenk“, so der Orthopäde. Die Erfahrungen mit dieser Methode reichen auch mehr als zehn Jahre zurück, mehr als drei Millionen Mal wurden unser Prothesenmodell  bereits weltweit implantiert. Individuell angefertigte Prothesen, wie sie vom Computer als 3D-Modelle ausgedruckt werden, sind davon weit entfernt.“

 

Im Diakonie Krankenhaus werden jährlich bis zu 600 Endoprothesen eingesetzt, davon mehr als 250 Mal neue Kniegelenke und ebenso viele Hüftgelenke. Dr. Jung dazu: „Wir bringen so Menschen wieder in Bewegung, die früher vor Schmerzen kaum gehen konnten. Das erreicht man nur, wenn die Prothese optimal eingebaut ist.“       

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