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„Notruf Suchtberatung“ – Caritasverband unterstützt Appell der DHS

v.l.n.r.: Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel, Fachdienstleiter Frank Ohliger-Palm

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen betont: Suchthilfe ist kommunal wertvoll!

 

Am Donnerstag, 4. November, ruft die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) den „Aktionstag Suchtberatung“ unter Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig aus. Der Slogan „Kommunal wertvoll!“ betont die Notwendigkeit kommunaler Kostenbeteiligung. Zugleich verweist die DHS auf die finanziell angespannte Situation etlicher Suchtberatungsstellen.

 

Der örtliche Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. unterstützt diesen „Notruf Suchtberatung“ ausdrücklich: „Eine Mitfinanzierung durch den lokal zuständigen Jugend- beziehungsweise Sozialhilfeträger ist auf Dauer auch für uns unverzichtbar – schon alleine, weil die Förderung des Landes Rheinland-Pfalz dies voraussetzt“, erläutert Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel. Gefragt ist also immer die Kreisverwaltung, je nach kommunaler Aufgabenverteilung mancherorts auch die Stadt.

 

In dem katholischen Wohlfahrtsverband für die Landkreise Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück ist die Suchthilfe ein Kerndienst. Als eines der wohl traditionsreichsten Arbeitsfelder hat der Bereich sich bis heute stetig weiterentwickelt.

 

In den Caritas-Geschäftsstellen Bad Kreuznach, Boppard, Idar-Oberstein und Simmern arbeiten insgesamt elf Suchtberatungskräfte. Überall vertreten ist die allgemeine Suchtberatung. Deren Themenspektrum reicht von Alkohol über Medikamente und illegale Drogen bis hin zu Verhaltenssüchten wie Kaufsucht. Betroffene und Angehörige finden gleichermaßen Gehör.

Zudem haben sich regional spezielle Bereiche herausgebildet. Maßstab dafür war natürlich der Bedarf in der Bevölkerung – aber eben auch die Möglichkeiten, die sich aus den jeweiligen (finanziellen) Rahmenbedingungen ableiten.

 

Im Kreis Bad Kreuznach ist die Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes in der „Bäderstadt“ ansässig. Fachdienstleiter Frank Ohliger-Palm ist hier seit gut 16 Jahren in der Bad Kreuznacher Suchthilfe tätig, die besonders stark ausgeprägt ist.

Ausdruck dessen sind Außensprechstunden unter anderem in Kirn und Meisenheim, außerdem elf unterschiedliche Gruppenangebote. Ohliger-Palm selbst leitet die Präventionsgruppen „Quasselsuse“ und „Courage“ für Kinder beziehungsweise Jugendliche aus sucht- oder psychisch belasteten Familien.

 

Genau wie die Caritas-Chefin begrüßt auch Frank Ohliger-Palm das Engagement von Kreis und Stadt, das sich auch in inhaltlicher Zusammenarbeit niederschlägt. Beispielhaft nennt der Diplom-Pädagoge den Bereich Substitution: „Ohnehin ist es nicht selbstverständlich, dass die Behandlung Opiatabhängiger vor Ort erfolgt“, erklärt er. Der hiesige ‚Arbeitskreis Substitution‘ gilt aber sogar landesweit als Besonderheit.“

Gemeinsam mit der Substitutionspraxis und der Caritas-Fachstelle „Aufsuchende Arbeit“ machen sich Vertreter von Gesundheitsamt, Sozialamt, Bewährungshilfe und Jobcenter sowie externe Fachleute für das Substitutions-Angebot stark – mit Erfolg: Kontinuierlich nehmen 70 bis 80 Betroffene an dem Programm teil!

 

Victoria Müller-Ensel betont, dass Suchthilfe im gegebenen Umfang und der heutigen Vielfalt ohne kommunale Unterstützung nicht denkbar wäre: „In diesem Licht

 

verstehen wir den aktuellen Aufruf der DHS allzu gut und verleihen im gerne Nachdruck“

Mehr zur Suchtberatung des Caritasverbandes in Stadt und Kreis Bad Kreuznach bei Frank Ohliger-Palm (Tel.: 0671/83828-24; E-Mail: F.Ohliger-Palm@caritas-rhn.de) und auf www.caritas-rhn.de.

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