Ein neuer Blick auf Gesundheit & Wohlbefinden GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
gesundheitRHEIN–NAHESuche ↗
MenüErnährungBewegungÜberregionale GesundheitsnachrichtenNewsletterUnsere Gesundheits-ExpertenKreis Bad KreuznachKreis Mainz-BingenKreis Aley-WormsRhein-Hunsrück KreisSelbsthilfegruppenWerbungUncategorizedArchivNachrichten aus der MedizinAdvertorialNaturheilkundePflegePsychologieEntspannungKörper & PsycheCoronaKur & ErholungKrebs-BlogDiät & ErnährungApotheken & MedizinPflege & VersorgungGesundheit & PolitikAlternative HeilmethodenStellenangeboteWellness & BeautyWellness & EntspannungSuche
Körper & Psyche

Osteoporose wird zu wenig beachtet - Patienten wissen oft nichts von ihrer Erkrankung

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Osteoporose wird zu wenig beachtet - Patienten wissen oft nichts von ihrer Erkrankung
obs/Aktionsbündnis Osteoporose
obs/Aktionsbündnis Osteoporose

Osteoporose ist nicht nur eine Erkrankung älterer Frauen. Rund 5,2 Millionen Frauen und 1,1 Millionen Männer ab 50 Jahren in Deutschland sind betroffen.(1) Doch der Beginn der Erkrankung liegt oft schon viel früher: Bereits ab einem Alter von 35 bis 40 Jahren kann sich unbemerkt jedes Jahr bis zu ein Prozent der Muskel- und Knochenmasse abbauen.(2) Daher sind sich alle Partner des im September 2020 gegründeten Aktionsbündnisses Osteoporose einig: Osteoporose braucht mehr Aufmerksamkeit und eine sektorenübergreifende Therapie. Doch nur jeder fünfte der rund 6,3 Millionen Betroffenen in Deutschland wird angemessen behandelt.

 

Osteoporose frühzeitig erkennen

 

"Eine Osteoporose beginnt oft schleichend", so Prof. Dr. med. Wolfgang Böcker, Leiter der Arbeitsgruppe Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). "Wir sehen die Patienten mit einem Knochenbruch in der Klinik. Allerdings wissen die meisten nicht, was die Ursache für die Fraktur ist. Bei einer Befragung unter unseren Patienten war 90 Prozent nicht bekannt, dass sie eine Osteoporose haben!"

 

Erste Anzeichen der Erkrankung wie Rückenschmerzen sind unspezifisch. Betroffene werten sie oft als Folge des Alters. "Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Aber bei über 60-Jährigen kann sich hinter anhaltenden Rückenschmerzen eine unbemerkte Wirbelfraktur verbergen", erklärt Professor Dr. med. Andreas Kurth, Erster Vorsitzender des Vorstands des DVO Dachverband Osteologie e. V. "Auch ein Nachlassen der Muskelkraft im Alter kann ein Hinweis auf ein Osteoporose-Risiko sein", ergänzt Prof. Dr. med. Hans-Christof Schober, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteologie e. V. (DGO). Weitere Anzeichen der Erkrankung können Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass und eine Verringerung der Körpergröße sein.

 

Diese Anzeichen sollten ein Anlass für einen Arztbesuch sein. "Um das Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen einzuschätzen, reichen oft schon gezielte Fragen nach Schmerzen am Bewegungsapparat und der Einnahme von Medikamenten, die das Osteoporose- und Sturzrisiko fördern", betont Kurth. Neben dem Arztgespräch und einer körperlichen Untersuchung hilft eine Knochendichtemessung, eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen. Als Standarddiagnostik gilt die DXA-Messung (Dual Energy X-ray Absorptiometry), eine spezielle Röntgentechnik, die meist an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Sie ist schmerzfrei und geht mit einer geringen Strahlenbelastung einher.(4) In einigen Fällen werden die Kosten für diese Untersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

Behandlung verbessern

 

Ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Behandlung der Osteoporose in Deutschland ist die im Juli 2020 in Kraft getretene Richtlinie mit den Anforderungen an ein strukturiertes Behandlungsprogramm für Osteoporose.(5) An diesem Disease Management Programm (DMP) können künftig Frauen ab 50 Jahren und Männer ab 60 Jahren teilnehmen, bei denen der Arzt eine Osteoporose diagnostiziert hat. Doch das allein reicht nicht, so die Partner des Aktionsbündnisses: Um Osteoporose-Patienten angemessen zu versorgen, muss die Prävention gestärkt und die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Klinik, niedergelassenen Ärzten und allen anderen Akteuren im Gesundheitswesen verbessert werden. Denn durch eine zielgerichtete medikamentöse Therapie ließen sich viele der jährlich 765.000 Osteoporose-bedingten Knochenbrüche verhindern.

 

Informationen zum Aktionsbündnis Osteoporose, zur Kampagne KNOCHEN.STARK.MACHER. und zur Erkrankung Osteoporose finden Sie unter www.aktionsbuendnis-osteoporose.de.

 



Original-Content von: Aktionsbündnis Osteoporose, übermittelt durch news aktuell

Weiter entdecken

Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach: Katheter-Ablation hilft bei Herzrhythmusstörungen
Körper & Psyche

Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach: Katheter-Ablation hilft bei Herzrhythmusstörungen

Neues Behandlungsverfahren am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach Die Freude ist Dr. Mathias Elsner, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin am Diakonie Krankenhaus, ins Gesicht geschrieben: „Der lange gehegte Wunsch, Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen wohnortnah zu behandeln, geht heute in Erfüllung.“ Der Kardiologe bezieht sich dabei auf die Elektrophysiologischen Untersuchungen, die in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz erstmals in Bad Kreuznach durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um eine besondere Form der Herzkatheteruntersuchung, mit der Art und Ursprung einer Herzrhythmusstörung sehr genau bestimmt und mittels Verödung, der sogenannten Ablation, therapiert werden kann. Zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen zählt Vorhofflimmern, in Deutschland leiden fast zwei Millionen Menschen daran. „Beim Vorhofflimmern schlägt das Herz nicht gleichmäßig. Ursache sind meist unregelmäßige, elektrische Signale aus den Lungenvenen, die in die Herzvorhöfe wei

20.07.2021 Artikel ansehen ↗
Digitaler Infoabend für werdende Eltern am 3. August mit Team des St. Marienwörth - Fragen ab sofort möglich
Körper & Psyche

Digitaler Infoabend für werdende Eltern am 3. August mit Team des St. Marienwörth - Fragen ab sofort möglich

Am Dienstag, dem 3. August , findet um 18 Uhr der digitale Elterninfoabend mit dem Geburtshilfeteam des Krankenhauses St. Marienwörth statt. Die digitale Alternative zum beliebten Elternabend vor Ort ermöglicht werdenden Eltern, trotz der aktuellen Pandemielage Einblicke in die Angebote im Krankenhaus St. Marienwörth zu erhalten. Das Storchenteam rund um Chefarzt Dr. med. Gabor Heim und der leitenden Hebamme Gudrun Grosenick informieren monatlich immer am ersten Dienstag über zahlreiche Aspekte rund um die Geburt, im Livestream können jederzeit Fragen gestellt werden. Um teilnehmen zu können, benötigen interessierte werdende Eltern lediglich ein internetfähiges Endgerät, also ein Tablet, Smartphone oder Laptop, mit dem sie sich dann in die digitale Veranstaltung auf YouTube auf dem Kanal der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz einwählen können. Das lässt sich übrigens auch gut vorher testen, der Link ist bereits aktiv. Das Geburtsteam stellt während des einstündigen Termins auch die

16.07.2021 Artikel ansehen ↗
Körper & Psyche

PreKanga - Kurs für Schwangere

Anmeldung ab sofort möglich Prekanga ist ein abwechslungsreiches Training mit verschiedenen Boden- und Entspannungsübungen, aber auch mit Choreografien und Workouts, für Frauen die in der Schwangerschaft sportlich aktiv sein möchten. Die Übungen werden an das persönliche Stadium der Schwangerschaft angepasst, sodass Sie sicher und effektiv fit bleiben. Veranstaltungsort ist die Hebammenpraxis St. Marienwörth am Bourger Platz 8 in 55543 Bad Kreuznach. Nähere Infos über den Kurs und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt Carina Fleck unter der Mobilnummer (0176) 34914451. Weitere Kursangebote finden Sie unter: www.storchenteam-marienwoerth.de Quelle: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.

14.07.2021 Artikel ansehen ↗