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Lebensqualität geschenkt - Hüftfehlstellung mit neuer Methode erfolgreich operiert

 (von links) Leitender Arzt Dr. med. Peter Garay, Patientin Hatun Turgut mit Sohn Sezer Turgut, Oberarzt Anton Suriyakumar und Assistenzärztin Nina Schwab-Jensen Foto: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz
(von links) Leitender Arzt Dr. med. Peter Garay, Patientin Hatun Turgut mit Sohn Sezer Turgut, Oberarzt Anton Suriyakumar und Assistenzärztin Nina Schwab-Jensen Foto: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

Über ein Geschenk der besonderen Art zum Ende des Jahres durfte sich die 58-jährige Bad Kreuznacherin Hatun Turgut freuen. Dr. med. Peter Garay, Leitender Arzt der Sektion Unfallchirurgie und Endoprothetik am Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach, und sein oberärztlicher Kollege Anton Suriyakumar führten am 21. Dezember einen komplizierten Eingriff am fehlgebildeten Hüftgelenk mit Erfolg durch.

 

Bei der Patientin war eine angeborene Hüftdysplasie lange Zeit nicht erkannt worden, sodass es im Laufe der Jahre zu einer Beinverkürzung von 3,5 cm kam und eine vollständige Zerstörung des Hüftgelenkes eingetreten ist. Damit war eine Versorgung mittels einer üblichen Standardhüftprothese nicht mehr möglich.

 

Für diese seltene Operation wurde anhand von computertomographischen Daten eine speziell auf die Patientin zugeschnittene Individualprothese angefertigt und zementfrei eingesetzt. „Dieser Eingriff stellt aufgrund der technischen Herausforderungen und der Seltenheit den höchsten Schwierigkeitsgrad in der Endoprothetik dar“, resümieren die beiden Experten Garay und Suriyakumar. Sie erklären, dass in Deutschland die Zahlen der unbehandelten Hüftdysplasien seit der Einführung der Säuglingssonographie nach Graf, welche seit 1996 ein fester Bestandteil der U3 Untersuchung ist, deutlich zurückgegangen ist. Für die Patientin bedeutet die gelungene Operation den Start in ein viel mobileres Leben mit komplett ausgeglichenen Beinlänge. Sie konnte bereits nach drei Tagen das erste Mal seit Jahren wieder normal auf beiden Beinen stehen. „Ich freue mich nach Abschluss der Reha schon jetzt ganz besonders auf den ersten Spaziergang mit meinen Enkelkindern“, so ihre dankbaren Worte an die zufriedenen Operateure.

 

Jährlich werden im Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach zwischen 150 und 200 Operationen an der Hüfte durchgeführt.

 

Quelle: 

Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.

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