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Körper & Psyche

Fragen rund ums Knie? Orthopäde Dr. Jochen Jung gibt am 2. Februar Antworten per Zoom-Konferenz

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Fragen rund ums Knie? Orthopäde Dr. Jochen Jung gibt am 2. Februar Antworten per Zoom-Konferenz
Dr. Jochen Jung, Leiter des EndoProthetik-Zentrums der Maximalversorgung am Diakonie Krankenhaus. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie
Dr. Jochen Jung, Leiter des EndoProthetik-Zentrums der Maximalversorgung am Diakonie Krankenhaus. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie

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Block: 18 bis 18.45 Uhr, https://bit.ly/38XcTWf, Meeting-ID: 2065708471, Kenncode: 6Sx8yS

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„Wir konfigurieren ein neues Kniegelenk wie ein Auto.“ Wenn Dr. Jochen Jung erklärt, wie er arbeitet, nutzt der Chefarzt der Orthopädie in Bad Kreuznach eingängige Bilder aus dem Fahrzeugbau. Er will Patienten, die oft vor Schmerzen über Jahre hinweg kaum gehen können, zeigen wie eine Prothese maßgeschneidert und passgenau eingesetzt wird. Der Experte der Stiftung kreuznacher diakonie steht am Dienstag, 2. Februar, 18 Uhr, via Zoom-Konferenz für alle Fragen rund ums Knie zur Verfügung.

 

Der 49-jährige Leiter des EndoProthetik-Zentrums der Maximalversorgung am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach will nicht nur erklären, welche Besonderheiten das „Fahrgestell“ des Menschen hat. Er möchte auch darauf eingehen, warum man beim Einsatz einer Knieprothese darauf achten muss, dass das neu eingebaute Gelenk sowohl optimal an die Knochen und die Bandsituation angepasst sind. Seine Abteilung war 2017 die zweite Klinik in Deutschland die dieses roboter-gestützte Verfahren eingeführt hat. Inzwischen ist Dr. Jung auch Anlaufstelle für Kollegen aus Berlin, Hamburg oder München, die sich hier fortbilden lassen. Dämpfung, Beweglichkeit und optimaler Sitz sind wichtige Faktoren, wenn es darum geht mit dem neuen Gelenk wieder gut voranzukommen. Für wen früher Stock und Stein keine Hindernisse waren, will sich nicht mit steifen Knien zufriedengeben.

 

Dr. Jungs Handwerkszeug ist ein Roboterarm. Der „MAKO“ – so heißt der „Kollege mit eingebauter Platine“ und er als Operateur tragen dafür Sorge, dass Patienten wieder schmerzfrei laufen können: „Der Roboter hilft mir die Operation genau zu planen, das künstliche Gelenk der Situation und den Erfordernissen anzupassen und den Einsatz des Gelenkes dann so zu steuern, dass auch die Bänder das Gelenk optimal stützen. „Das senkt das Risiko von Komplikationen. Die Patienten stehen bereits am Abend nach der OP wieder auf und auch bei der Reha sind sie die Einser-Kandidaten“, so Dr. Jung, der gerne auf Präzision und Langlebigkeit setzt. „Patienten, die so operiert wurden, haben zu mehr als 97 Prozent auch noch nach zehn Jahren ihr Kniegelenk“, so der Orthopäde. Die Erfahrungen mit dieser Methode reichen auch mehr als zehn Jahre zurück, mehr als drei Millionen Mal wurden unser Prothesenmodell bereits weltweit implantiert. Individuell angefertigte Prothesen, wie sie vom Computer als 3D-Modelle ausgedruckt werden, sind davon weit entfernt.“

 

Im Diakonie Krankenhaus werden jährlich bis zu 600 Endoprothesen eingesetzt, davon mehr als 250 Mal neue Kniegelenke und ebenso viele Hüftgelenke. Dr. Jung dazu: „Wir bringen so Menschen wieder in Bewegung, die früher vor Schmerzen kaum gehen konnten. Das erreicht man nur, wenn die Prothese optimal eingebaut ist.“

 

Quelle: Stiftung kreuznacher diakonie

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