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Krebspatientin Carmen Damerau-Perlich rät: „Glauben Sie an das Leben!“

 Carmen Damerau-Perlich erzählt anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar ihre Geschichte. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie
Carmen Damerau-Perlich erzählt anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar ihre Geschichte. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie

 „Scheiße, können Sie ja bestimmt nicht schreiben, oder?“ Carmen Damerau-Perlich hat zum zweiten Mal Brustkrebs. Zum bevorstehenden Weltkrebstag am Donnerstag, 4. Februar, hat sich die 53-Jährige bereit erklärt, Aufklärungsarbeit im Kampf gegen die Krankheit zu leisten. Aber alle beschönigenden Worte bei der Diagnose Krebs  sind nur eine Verkleidung, den die gelernte Kinderkrankenschwester gemeinsam mit Dr. Michael Wehling, Leitender Oberarzt in der Gynäkologie am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach, bekämpfen wird. Dr. Wehling wird an diesem Donnerstag bei Antenne Bad Kreuznach von 8 bis 9 Uhr aus Medizinersicht das Thema Brustkrebs beleuchten. Carmen Damerau-Perlich aus Bad Münster am Stein erzählt ihre Geschichte, weil Sie Mut machen will. 

 

2018 tastet Carmen Damerau-Perlich beim Duschen einen Knoten in ihrer Brust. Sie ist eine sachliche Optimistin, will es abklären lassen, macht sich aber keine Sorgen: „Es wird schon nichts sein!“ Für Frauenarzt Dr. Wehling, der seine Patientin seit zwei Jahren begleitet, genau der richtige Schritt: „Sich selbst abzutasten und bei einem Verdacht sich direkt an den Frauenarzt zu wenden, ist wichtig. Früherkennung ist gerade beim Brustkrebs, der gute Heilungschancen hat, entscheidend.“ Der Brustkrebs-Experte kam im Herbst 2011 ans Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach. Zuvor hat er am Brustzentrum der Klinik Essen-Mitte an der Erstellung von Therapiestandards mitgearbeitet.

 

 

Das ist eine festgelegte Richtschnur, die die  neuesten Forschungsergebnisse bei der Behandlung von Brustkrebs, berücksichtigt. 

 

Die endgültige Diagnose hat sie dann von Dr. Wehling erhalten: „Das hat er toll gemacht. Wir haben gleich intensiv und ausführlich besprochen, wie es weitergeht und was ich zur Therapie beitragen kann“, blickt die Patientin zurück. „Ok, das habe ich jetzt. Das muss weg“, war ihr Motto. Dr. Wehling sind genau diese begleitenden Aufklärungs- und Therapiegespräche ganz wichtig: „Für eine optimale und individuelle Therapieplanung ist das entscheidend. Arzt und Patientin müssen ein Team auf Augenhöhen bilden.“  Operation und die Bestrahlung hatte sie gut überstanden: „Die Chancen standen gut, dass ich geheilt bin“, sagt sie. Sämtliche Nachsorgeuntersuchungen sprachen dafür. Im Oktober 2020 ertastet sie selbst, wieder etwas. Diesmal ahnt sie, dass es wieder nichts Gutes bedeutet. Sie behält leider Recht: „Ich war sauer! Krebs ist ein Arschloch, das weiß jeder, der es hat!“ Erneut ist die Brustsprechstunde ihre Anlaufstation. „Wir haben ein gemeinsames Tumorboard mit der Uniklinik Mainz“, erklärt Dr. Michael Wehling, der regelmäßig auch eine Brustsprechstunde anbietet. Interdisziplinäre Tumorboards sind Konferenzen von Fachärzten aus verschiedenen Abteilungen, die an der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen beteiligt sind. In diesen Konferenzen werden die Erkrankungs- und Verlaufsdaten betroffener Patienten vorgestellt, um gemeinsam die bestmögliche Tumordiagnostik und -therapie für jeden einzelnen Patienten zu gewährleisten. 

 

So weiß Carmen Damerau-Perlich auch jetzt wieder, was auf sie zukommt. Eine brusterhaltende Operation und zwei von neun Chemotherapien hat sie bereits hinter sich. Sie will den Krebs endgültig besiegen. Deshalb hat sie sich nach einigen Gesprächen mit ihrem Arzt und einer Bedenkzeit doch für die „Chemo“ entschieden: „Ich fühle mich hier gut aufgehoben. Und wenn ich damit fertig bin, will ich wieder ein ganz normales Leben führen.“ Anderen Patienten rät sie: „Denken Sie positiv und glauben Sie an das Leben!“  

 

 

Quelle:
Stiftung kreuznacher diakonie

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