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Körper & Psyche

Alzey: Notruf und Beratungsstelle für Frauen und Mädchen

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Alzey: Notruf und Beratungsstelle für Frauen und Mädchen
Regina Mayer (l.), Heiko Sippel und  Dr. Vera Lanzen präsentieren die neuen Räumlichkeiten der Notruf- und Beratungsstelle für Frauen in Alzey.  Foto: Simone Stier
Regina Mayer (l.), Heiko Sippel und Dr. Vera Lanzen präsentieren die neuen Räumlichkeiten der Notruf- und Beratungsstelle für Frauen in Alzey. Foto: Simone Stier

Kompetente Unterstützung und Hilfe für Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, bietet die Notruf- und Beratungsstelle des Warbede Frauenzentrums Worms jetzt in Alzey. Nach der Auflösung und Schließung des bisherigen Frauenzentrums „Hexenbleiche“ in der Schlossgasse, hat die Fachstelle aus der Nibelungenstadt die Aufgabe übernommen. Zwei Mitarbeiterinnen bieten in den frisch sanierten Räumlichkeiten in der Ernst-Ludwig-Straße 43 in Alzey ein niederschwelliges und gut erreichbares Hilfeangebot für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Zum Angebot gehört die Beratung von Fachkräften und Bezugspersonen, Präventionsarbeit, Fachvorträge sowie die Vernetzung und Interessenvertretung betroffener Frauen und Mädchen. Finanziert wird das Hilfeangebot durch Spenden und Zuwendungen seitens des Kreises und des Landes. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis und dem Warbede Frauenzentrum wurde mit Zustimmung des Kreistags geschlossen.

 

„Ich freue mich sehr, dass mit dem Bezug der neuen Räume das hilfreiche Angebot in Alzey starten kann. Von Gewalt betroffene Frauen aus dem Landkreis treffen bei der Notruf- und Beratungsstelle auf professionelle Ansprechpartnerinnen, die im Gespräch vor Ort oder auch im Rahmen von telefonischen Beratungen Unterstützung bieten“, betont Landrat Heiko Sippel. Dabei sei es wünschenswert, dass das Angebot Akzeptanz finde und sich die bisher im Frauenzentrum „Hexenbleiche“ Aktiven weiterhin einbringen. Aufgebaute Strukturen könnten so erhalten und weiterentwickelt werden.

 

„Neben der Hilfe in Notsituationen ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung zu bieten und die präventive Arbeit noch stärker auszubauen“, so die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Alzey-Worms, Dr. Vera Lanzen. Die neue Beratungsstelle sei hier breit aufgestellt und biete in Zukunft vielfältige Angebote.

 

Über den Aufbau der neuen Einrichtung deren künftige Aufgaben berichtete Diplom-Psychologin Regina Mayer. Die 52-Jährige ist als Beraterin im Wormser Frauenzentrum und jetzt auch in Alzey tätig. „Sexuelle Übergriffe werden immer und überall erlebt. Hinter der eigenen Haustür, am Arbeitsplatz oder in der Disco. Um das komplexe Problem zu lösen und eine Eskalation zu verhindern, sei die Beratung vor Ort oder auch am Telefon eine wichtige Möglichkeit. „Es kann helfen, über das Erlebte oder über Gefühle und Ängste zu sprechen. Gemeinsam mit den Betroffenen suchen wir nach Wegen, die die Lebenssituation verbessert. Dabei unterstützen wir Frauen in akuten Krisensituationen und auch wenn die Gewalterfahrung bereits lange zurückliegt“, betont Mayer. Auch die Beratung von Angehörigen, Freundinnen und Fachkräften sei eine wichtige Aufgabe: „Ein Umfeld, das fähig ist, Gefühle und Erleben von betroffenen Frauen einzuordnen und zu akzeptieren, kann unterstützend wirken.“

 

Kontakt:

Notruf- und Beratungsstelle für von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen, Tel.: 06241-6094, [email protected]

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