Ein neuer Blick auf Gesundheit & Wohlbefinden GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
gesundheitRHEIN–NAHESuche ↗
MenüErnährungBewegungÜberregionale GesundheitsnachrichtenNewsletterUnsere Gesundheits-ExpertenKreis Bad KreuznachKreis Mainz-BingenKreis Aley-WormsRhein-Hunsrück KreisSelbsthilfegruppenWerbungUncategorizedArchivNachrichten aus der MedizinAdvertorialNaturheilkundePflegePsychologieEntspannungKörper & PsycheCoronaKur & ErholungKrebs-BlogDiät & ErnährungApotheken & MedizinPflege & VersorgungGesundheit & PolitikAlternative HeilmethodenStellenangeboteWellness & BeautyWellness & EntspannungSuche
Körper & Psyche

Darmkrebs: Dr. Wolfgang Rimili nimmt sieben Mythen unter die Lupe

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 4 Min. Lesezeit
Darmkrebs: Dr. Wolfgang Rimili nimmt sieben Mythen unter die Lupe
Dr. Wolfgang Rimili, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin und Gastroenterologe der Hunsrück Klinik
Dr. Wolfgang Rimili, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin und Gastroenterologe der Hunsrück Klinik

Die schlechte Nachricht zuerst: Darmkrebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Über 60.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu daran und. Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung, nach Brustkrebs und vor Prostatakrebs und Lungenkrebs. Und nun die gute Nachricht: Gegen Darmkrebs gibt es hervorragende Vorsorge-Möglichkeiten.

Dr. Wolfgang Rimili, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin und Gastroenterologe der Hunsrück Klinik nimmt sieben Mythen unter die Lupe und erklärt, warum die Darmkrebsvorsorge nicht nur Früherkennung, sondern echte Prävention ist:

 

Darmkrebs bekommen nur alte Menschen

Richtig ist, dass das Risiko an Darmkrebs zu erkranken ab dem Alter von 50 Jahren deutlich steigt. Jedoch kann der Krebs auch schon in jüngeren Jahren auftreten, z.B. wenn es Darmkrebs in der Familie gibt. Bereits bei einem Fall erhöht sich das Darmkrebsrisiko aller naher Verwandten um das Zwei- bis Dreifache. Die Familienanamnese ist daher wichtig. 

 

Eine Darmspiegelung ist nur bei Symptomen nötig

Das ist falsch und gefährlich: Darmkrebs macht lange Zeit keine Beschwerden. Darmkrebs entsteht aus kleinen Polypen, die nicht weh tun und nur selten bluten. Auch Darmkrebs tut in frühen Stadien nicht weh und verursacht keine Symptome. Deswegen sollte jeder die Vorsorge-Darmspiegelung wahrnehmen, um die Frühstadien zu erkennen. Der Gesetzgeber unterstützt dies: Krankenkassen zahlen bei Männern ab 50 Jahren und bei Frauen ab 55 Jahren die Darmspiegelung. Ab dem 50. Lebensjahr kann ein Stuhltest beim Hausarzt, Frauenarzt oder Urologen durchgeführt werden. 

Echte Alarmzeichen sind beispielsweise Blut im Stuhl, Bauchkrämpfe, veränderte Stuhlkonsistenz und -gewohnheiten, Gewichtsabnahme, Nachtschweiß und Fieber. Hier sollte möglichst schnell eine Diagnostik erfolgen.

 

Darmpolypen sind immer Krebs

Nein, als Darmpolypen werden Wucherungen der Darmschleimhaut bezeichnet. Meist sind sie noch gutartig, aber bei 5 Prozent können sich daraus auch bösartige Krebstumore entwickeln. Diese Vorstufen von Darmkrebs können bei der Darmspiegelung entdeckt und endoskopisch abgetragen werden. Je größer der Polyp, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Entartung.

 

Eine Darmspiegelung ist schmerzhaft und gefährlich

Das ist nicht richtig. Eine Koloskopie, wie der Fachausdruck heißt, ist heute eine Routine-Untersuchung. Sie dauert rund 10 bis 15 Minuten und wird von einem ausgebildeten Experten, dem Gastroenterologen, ambulant durchgeführt wird. Dank moderner Technik und Medikamente ist es möglich, dass der Patient oder die Patientin von der Untersuchung nichts bemerkt.  Zudem verwendet die Hunsrück Klinik CO2 statt Raumluft, um den Darm zu entfalten. Das verhindert in der Folge schmerzhafte Blähungen und Bauchkrämpfe. Die Zahl auftretender Komplikationen liegt im Promillebereich. Wenn überhaupt handelt es sich um Blutungen nach der Entfernung von Polypen.

 

Darmkrebs heißt immer OP

Das ist nicht ganz richtig. Bestimmte frühe Formen von Darmkrebs können während der Spiegelung endoskopisch, d.h. mit der Schlinge oder mit speziellen Messern über das Endoskop entfernt werden.

In spät erkannten Fällen, die die komplette Darmwand betreffen oder die zu groß für eine endoskopischen Abtragung sind, müssen moderne, krebsspezifische Operationsverfahren angewandt werden, um im besten Falle eine Heilung zu erzielen. 

 

Darmkrebs ist eine Männerkrankheit

Das stimmt nur teilweise. Männer erkranken häufiger an Krebs und im Schnitt fünf Jahre eher an Darmkrebs als Frauen. Das liegt sowohl an Vererbungsfaktoren, als auch am Lebensstil. Rauchen, Alkoholkonsum, mangelnde Bewegung und ballaststoffarme Ernährung erhöhen das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Hinzu kommt, dass es bei Männern größere Hemmungen gibt, die Krebsvorsorge wahrzunehmen. 

 

Darmkrebs ist immer tödlich

Nein, Darmkrebs ist ein Krebs, dessen Heilungschancen bei früher Erkennung bei über 90 Prozent liegen und selbst bei fortgeschrittenen Stadien Heilungschancen bestehen. Das liegt daran, dass nicht nur die wissenschaftlichen Erkenntnisse rasant gestiegen sind, sondern auch an den Fortschritten in der Diagnostik sowie in der medikamentösen, strahlentherapeutischen und operativen Medizin.

 

Quelle/Foto:
Stiftung kreuznacher diakonie

 

Weiter entdecken

Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach: Katheter-Ablation hilft bei Herzrhythmusstörungen
Körper & Psyche

Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach: Katheter-Ablation hilft bei Herzrhythmusstörungen

Neues Behandlungsverfahren am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach Die Freude ist Dr. Mathias Elsner, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin am Diakonie Krankenhaus, ins Gesicht geschrieben: „Der lange gehegte Wunsch, Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen wohnortnah zu behandeln, geht heute in Erfüllung.“ Der Kardiologe bezieht sich dabei auf die Elektrophysiologischen Untersuchungen, die in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz erstmals in Bad Kreuznach durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um eine besondere Form der Herzkatheteruntersuchung, mit der Art und Ursprung einer Herzrhythmusstörung sehr genau bestimmt und mittels Verödung, der sogenannten Ablation, therapiert werden kann. Zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen zählt Vorhofflimmern, in Deutschland leiden fast zwei Millionen Menschen daran. „Beim Vorhofflimmern schlägt das Herz nicht gleichmäßig. Ursache sind meist unregelmäßige, elektrische Signale aus den Lungenvenen, die in die Herzvorhöfe wei

20.07.2021 Artikel ansehen ↗
Digitaler Infoabend für werdende Eltern am 3. August mit Team des St. Marienwörth - Fragen ab sofort möglich
Körper & Psyche

Digitaler Infoabend für werdende Eltern am 3. August mit Team des St. Marienwörth - Fragen ab sofort möglich

Am Dienstag, dem 3. August , findet um 18 Uhr der digitale Elterninfoabend mit dem Geburtshilfeteam des Krankenhauses St. Marienwörth statt. Die digitale Alternative zum beliebten Elternabend vor Ort ermöglicht werdenden Eltern, trotz der aktuellen Pandemielage Einblicke in die Angebote im Krankenhaus St. Marienwörth zu erhalten. Das Storchenteam rund um Chefarzt Dr. med. Gabor Heim und der leitenden Hebamme Gudrun Grosenick informieren monatlich immer am ersten Dienstag über zahlreiche Aspekte rund um die Geburt, im Livestream können jederzeit Fragen gestellt werden. Um teilnehmen zu können, benötigen interessierte werdende Eltern lediglich ein internetfähiges Endgerät, also ein Tablet, Smartphone oder Laptop, mit dem sie sich dann in die digitale Veranstaltung auf YouTube auf dem Kanal der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz einwählen können. Das lässt sich übrigens auch gut vorher testen, der Link ist bereits aktiv. Das Geburtsteam stellt während des einstündigen Termins auch die

16.07.2021 Artikel ansehen ↗
Körper & Psyche

PreKanga - Kurs für Schwangere

Anmeldung ab sofort möglich Prekanga ist ein abwechslungsreiches Training mit verschiedenen Boden- und Entspannungsübungen, aber auch mit Choreografien und Workouts, für Frauen die in der Schwangerschaft sportlich aktiv sein möchten. Die Übungen werden an das persönliche Stadium der Schwangerschaft angepasst, sodass Sie sicher und effektiv fit bleiben. Veranstaltungsort ist die Hebammenpraxis St. Marienwörth am Bourger Platz 8 in 55543 Bad Kreuznach. Nähere Infos über den Kurs und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt Carina Fleck unter der Mobilnummer (0176) 34914451. Weitere Kursangebote finden Sie unter: www.storchenteam-marienwoerth.de Quelle: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.

14.07.2021 Artikel ansehen ↗