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Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach: Ärzte rufen zur Darmkrebs-Vorsorge auf

 Dr. Markus Höcker, Internist und Gastroenterologe
Dr. Markus Höcker, Internist und Gastroenterologe

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. 60.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu daran. Die Sterberate liegt bei 50 Prozent, obwohl durch Vorsorge dieser Krebs sogar nahezu vermeidbar ist. Darauf machen Dr. Gunnar Proff, Chefarzt der Viszeralchirurgie, und Dr. Markus Höcker, Internist und Gastroenterologe, am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach, zu Beginn des Darmkrebsmonats März aufmerksam. 

 

Vorsorge ist das A und O:  „Die Darmspiegelung kann Leben retten und ist dabei völlig schmerzfrei, da sie im Schlaf durchgeführt wird.“, ermuntert Dr. Höcker, Leiter der Endoskopie am Diakonie Krankenhaus der Stiftung kreuznacher diakonie. „Alle Männer im Alter von 50 Jahren und alle Frauen im Alter von 55 Jahren sollten zur Darmkrebs-Vorsorge gehen. Nach zehn Jahren ist eine weitere Untersuchung notwendig.“ Menschen, deren Verwandte ersten Grades an einem Darmkrebs erkrankt waren, sollten bereits mit 40 Jahren zur ersten Vorsorge gehen. Dr. Proff weist daraufhin, dass jeder Versicherte beim Hausarzt ab dem 50. Lebensjahr jährlich einen Stuhltest auf verstecktes Blut abgeben kann.

 

„Alarmzeichen sind“,  so Dr. Höcker weiter, „Blut im oder auf dem Stuhlgang sowie Veränderungen des Stuhlverhaltens und der Stuhlform.“ Sollten Polypen, also Vorstufen von Darmkrebs gefunden werden, können diese völlig schmerzfrei während der Darmspiegelungs-Sitzung entfernt werden. Auch kleinste bösartige Neubildungen können hierbei sogar ohne Operation entfernt werden. Alle bösartigen Befunde werden in der interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. In diesem Rahmen besprechen Gastroenterologe, Chirurg, Onkologe, Pathologe, Radiologe, Strahlentherapeut, sowie weitere Fachärzte den individuellen Krankheitsfall. Es wird das Krankheitsstadium festgelegt und die Therapie entsprechend der Leitlinien ganz individuell geplant. 

Dr. Gunnar Proff, Chefarzt der Viszeralchirurgie
Dr. Gunnar Proff, Chefarzt der Viszeralchirurgie

Wenn sie an Dick- und Mastdarmkrebs erkrankt sind, wird häufig eine Operation erforderlich. Dann werden die Patienten in der Viszeral- und Gefäßchirurgie von Dr. Proff und seinem Team minimalinvasiv operiert. Dickdarmkrebs ist heilbar, wenn früh genug diagnostiziert und operiert wird, sagt Dr. Proff. Die Abteilung für Viszeralchirurgie führt regelhaft und mit guten Ergebnissen die Tumoroperation an Mast- und Dickdarm durch. Dr. Proff räumt auch mit einem alten Vorurteil auf: „Die Operationen sind oftmals mit kleinen Schnitten durchführbar, so dass ein künstlicher Darmausgang nur noch sehr selten erforderlich ist.“ Beide Experten erklären jedoch unisono: „Die Vorsorge ist der erste Schritt im Kampf gegen den Krebs!“

 

 

Quelle/Fotos: 

Stiftung kreuznacher diakonie

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