· 

Mehr Sicherheit für Neugeborene - für Notfälle gerüstet durch regelmäßige Trainings

An speziellen Trainingspuppen werden die Situationen eingehend geübt, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. Fotoquelle: Firma MegaMed
An speziellen Trainingspuppen werden die Situationen eingehend geübt, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. Fotoquelle: Firma MegaMed

Die Geburtenzahlen im Krankenhaus St. Marienwörth steigen in den letzten Jahren stetig. Allein 2020 kamen in dem Haus in Trägerschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz fast 700 Kinder zur Welt.

 

„Unser Anliegen ist es natürlich, Mütter so in ihrer Geburtsarbeit zu unterstützen, dass das Kind spontan zur Welt kommen kann“, erklärt Gudrun Grosenick, Leitende Hebamme des Kreißsaals. „Manchmal ist aber auch ein Kaiserschnitt nötig oder es kommt zu anderen unvorhersehbaren Komplikationen. Dann steht die Sicherheit von Mutter und Kind natürlich an erster Stelle.“

 

Deshalb gibt es klar definierte Abläufe und Verfahrensanweisungen für Kaiserschnittgeburten und andere Notfälle, die von den Abteilungen für Anästhesie und Gynäkologie gemeinsam erarbeitet worden sind und fortlaufend auf den neuesten Stand gebracht werden. Zur Vertiefung der theoretischen und praktischen Kenntnisse treffen sich ärztliches Personal, Pflegefachkräfte und Hebammen sowie Notärztinnen und Notärzte regelmäßig zu gemeinsamen Fortbildungen wie zuletzt Ende Februar. In Kooperation mit der Firma MegaMed Notfallmanagement aus Maikammer, die über eine 20-jährige Erfahrung im Bereich von medizinischen Weiterbildungen verfügt, werden dann konkrete Situationen simuliert und geübt.

 

Unter Anleitung eines erfahrenen Neugeborenen-Intensivmediziners und dreier speziell in Neonatologie ausgebildeter Dozenten konnte die Bewältigung häufig vorkommender Notfallsituationen bei Neugeborenen in Form realitätsnaher Szenarien trainiert werden. Konform der aktuell geltenden Coronaregeln fanden die Übungen unter Verwendung persönlicher Schutzausrüstung und in Kleingruppen statt, was sogar zu einer noch intensiveren Vermittlung der Lehrinhalte beigetragen hat.

„Gerade in Notsituationen muss jeder Handgriff sitzen“, erklärt Dr. Björn Wahn, der als Oberarzt der Anästhesie die Fortbildung organisiert hat. „Durch die intensiven praktischen Übungen ist eine entsprechende Handlungssicherheit gewährleistet, wenn dann in kritischen Situationen jede Minute zählt. Hier gilt es auch, das Zusammenspiel zwischen Ärzten, Pflegekräften und Hebammen zu stärken, was uns durch diese Fortbildungen sehr gut gelingt.“


Quelle:

Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0