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Körper & Psyche

EUTB: „Bevor Du über mich urteilst, lerne mich erst einmal kennen!“ Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung beteiligt sich an Plakat-Aktion

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
EUTB: „Bevor Du über mich urteilst, lerne mich erst einmal kennen!“  Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung beteiligt sich an Plakat-Aktion
Teilhabeberater Günther Weinz (rechts) beim Aufhängen eines Plakates; Caritas-Dienststellenleiter Harald Pillny assistiert ihm dabei
Teilhabeberater Günther Weinz (rechts) beim Aufhängen eines Plakates; Caritas-Dienststellenleiter Harald Pillny assistiert ihm dabei

Die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ – EUTB – im Kreis Birkenfeld ist für Menschen mit (drohender) Behinderung und deren Angehörige da. Die kostenfreie, trägerneutrale Beratung zeigt verfügbare Hilfsangebote auf und nennt Ratsuchenden weitere Anlaufstellen und Ansprechpartner.

 

Zudem macht die Beratungsstelle sich öffentlich für Gleichbehandlung und gerechte Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe stark: „So zeigen etwa Kunstausstellungen hier im EUTB-Büro in der Obersteiner Fußgängerzone, dass die Teilhabeberatung und ihre Klienten mitten im Leben stehen“, erläutert Berater Günther Weinz.

Entsprechend gerne griff der Sozialarbeiter jetzt eine Plakat-Aktion der Bad Kreuznacher Don-Bosco-Schule auf, die sich gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung ausspricht. Im Rahmen eines Schulprojekts des stellvertretenden Schulleiters André Vogt haben Schülerinnen und Schülern mit kognitiven Beeinträchtigungen in einer „kreativen Werkstatt“ mit dem Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel Plakate gestaltet. Diese zeigen Lebenssituationen, aus denen leider allzu oft Diskriminierung erwächst.

 

Auf allen fünf Plakaten regen die Heranwachsenden mit starken Statements zum Nachdenken an, sie sensibilisieren dafür, über (vermeintliche) Unterschiede nachzudenken – und dabei insbesondere das Gemeinsame zu erkennen. Und noch etwas eint die großformatigen Poster: Jedes einzelne ist ein echter Hingucker!

Teilhabeberater Günther Weinz musste dennoch nicht lange überlegen, um seinen Favoriten auszumachen – es ist das Plakat, das im Grunde sinnbildlich für die Anliegen der EUTB steht: „Bevor Du über mich urteilst, lerne mich erst einmal kennen!“, appelliert darauf eine junge Rollstuhlfahrerin an die Betrachter.

 

„Man hätte es wohl nicht besser auf den Punkt bringen können, als das den jungen Leuten in der Don-Bosco-Schule gelungen ist“, lobt Günther Weinz. „Wenn man Menschen mit Behinderung vorurteilsfrei begegnet, wird man überrascht sein, welche Stärken und besonderen Fähigkeiten bei ihnen zu entdecken sind“, unterstreicht er. Dafür müsse man aber einander auf Augenhöhe, mit Respekt und Wertschätzung begegnen.

 

Weinz` Lieblingsplakat und weitere Poster sind ab sofort bis Ende Juli im Idar-Obersteiner EUTB-Büro in der Hauptstraße 434 (Stadtteil Oberstein, Fußgängerzone) zu sehen. Damit man sie trotz der Pandemie entspannt anschauen kann, hat die kleine Ausstellung ihren Platz im Schaufenster gefunden.

 

Im Übrigen sind Beratungsgespräche natürlich möglich: Dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr bietet Caritas-Mitarbeiter Günther Weinz offene Sprechstunden in der barrierefreien Beratungsstelle, an. Weitere Termine außerhalb dieser Zeiten und Hausbesuche sind selbstverständlich möglich.

Kontakt zum Teilhabeberater Günther Weinz: Tel.: 06781/56890-20, Handy: 0151/59085984, E-Mail: [email protected].

 

Quelle:
Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe.e.V.

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