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Diät & Ernährung

Ernährungsexpertin Yvonne Zindler gibt Tipps: Start in die Rohkosternährung

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 5 Min. Lesezeit
Ernährungsexpertin Yvonne Zindler gibt Tipps: Start in die Rohkosternährung

Liebe Rohkostinteressierte!

Hier bekommst du einen kurzen und schnellen Überblick, wie du mit einer Rohkosternährung anfangen kannst.

 

Kaufe dir oder vielleicht besitzt du es auch schon:

  • gutes Messer
  • Schneidebrett
  • Mixer

Glaube mir, nichts ist wichtiger in der Rockosternährung wie ein gutes Messer! Ansonsten macht es einfach keinen Spaß und jedes Mal, wenn du dein altes stumpfes Messer in der Hand hältst, hast du schon keine Lust mehr, dir etwas zuzubereiten.

Wenn du noch keinen Mixer besitzen: du brauchst dir nicht gleich einen tollen aber auch teuren Hochleistungsmixer kaufen. Schau einfach, ob die Rohkost etwas für dich ist und für den Anfang tuts auch ein normaler, günstigerer Mixer.

 

Informiere dich:

Kaufe dir ein Rohkostbuch. Unter “Meine Empfehlungen” habe ich tolle Rohkostbücher als Empfehlung. Mit jedem dieser Bücher, also egal welches du dir kaufst, kannst du sofort mit der Zubereitung von leckeren Gerichten loslegen, da alle tolle Rezepte enthalten.

Sei vorsichtig mit online gestellten Rezepten. Ich rate dir, diese Rezepte erst dann auszuprobieren, wenn du schon ein wenig mehr Erfahrung hast. Viele Rezepte, die ich online gefunden und selbst ausprobiert habe, fand ich nicht lecker und wenn ich nicht die tollen Bücher gehabt hätte, mit wirklich leckeren Rezepten, dann hätte ich die Rohkost wahrscheinlich sein lassen. Denn schmecken muss es einfach!

Schaue in deiner Umgebung, wo und wann der nächste Wochenmarkt ist. Gehe dorthin und hör dich um, welcher Stand Biogemüse und -obst verkauft. Lass die Finger von Lebensmitteln aus Aldi & Co. Probiere es einfach mal aus und du wirst sofort den Unterschied schmecken und nie mehr auf tolles Biogemüse und -obst verzichten. Das schmeckt sooooo viel besser!

 

Erstelle einen Wochenplan:

Schritt 1:

Schreibe dir einen Plan, was du essen wirst. Und zwar für jeden einzelnen Tag. Also, was esse ich am Montag, am Dienstag, am Mittwoch, …. und zwar jeweils zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen.

 

Tipp: Ich empfehle dir, morgens immer einen grünen Smoothie zu trinken. Der macht richtig satt, ist gesund und du wirst dich einfach toll fühlen!


Schritt 2:

Jetzt schreibst du dir von all den Rezepten die Zutaten raus. Am besten machst du dir eine Strichliste. Und schon hast du den Einkaufszettel für deinen nächsten Marktbesuch. Ich selbst gehe immer zweimal pro Woche zum Markt, dann ist das Gemüse frischer.

 

Alle anderen Lebensmittel:

Dadurch, dass du dir jetzt sämtliche Zutaten raus geschrieben hast, siehst du, welche Dinge du noch zusätzlich kaufen muss. Damit meine ich die Zutaten, die du nicht auf dem Wochenmarkt bekommst. Zutaten wie Leinsamen, Sonnenblumenkerne oder getrocknete Tomaten findest du ja noch im Reformhaus oder Bioladen um die Ecke. Bei Hanfsamen, Carob, Lucumapulver oder Kokosnuss kann das schon schwieriger im Laden zu finden sein. Ich mache es so, dass ich alles, was ich nicht auf dem Wochenmarkt bekomme, dann online bestelle.

 

Die Zubereitung:

Nimm dir Zeit für die Zubereitung! Und vor allem, verzage nicht. Aller Anfang ist schwer und es braucht seine Zeit, bis man diese Art der Zubereitung verinnerlicht hat.

 

Tipp: Mach am Anfang, vor allem unter der Woche, wo du mehr Stress hast, nur einfache Rezepte. Am Wochenende kannst du dann die Rezepte ausprobieren, die etwas aufwändiger sind.

 

Auch in der Rohkost gibt es Anfängerfehler, auf die ich kurz eingehen möchte.

Iss genügend! In einer Rohkosternährung kannst du so viel essen wie du magst. Achte jedoch auf deinen Körper und iss nicht so viel, dass dir schlecht wird. Rohkostnahrung ist sehr nahrhaft und du brauchst im Vergleich zur konventionellen Nahrung kleinere Mengen.

Je einfacher deine Nahrung ist, desto besser! Und damit meine ich die Menge an Zutaten, die in einem Gericht drinstecken. Je weniger Zutaten, desto besser wirst du dich fühlen.  Rohkostpizza, Rohkostlasagne, Rohkosttaccos & Co sind Gourmetrohkost, die man nicht jeden Tag benötigt. Aber das wirst du schnell selbst feststellen. Bei mir war es so, dass ich am Anfang fast jeden Tag ein tolles Gericht gezaubert habe. Mir hat alles super geschmeckt, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass diese Ernährung für mich zu viel ist. Heute gibt es Gourmetrohkost bei mir nur noch am Wochenende oder wenn ich Besuch bekomme.


Iss genügend Blattgrün! Mit genügend Blattgrün vermeidest du Mangelerscheinungen. Trinke daher genügend grüne Smoothier und grüne Säfte.

Iss nicht zu viel Trockenfrüchte und Nüsse

Das ist das einzige, was du nicht im Überfluss essen solltest. Trockenfrüchte bestehen zu 99% aus Zucker. Übermäßiger Verzehr führt zu Blähungen und du wirst dich nicht wohl fühlen. Ab und zu sind Trockenfrüchte ok, vor allem wenn du am Wochenende mal eine Süßspeise machen möchtest, wo meistens Datteln reinkommen. Und am Tag eine handvoll Nüsse ist auch in Ordnung.

Und hier noch die “Lebensmittel, die du in der Rohkosternährung nicht essen solltest. Übrigens sollten diese “Lebensmittel” generell nicht verzehrt werden, egal ob Rohköstler oder nicht! Denn das einzige, was sie tun ist, dass sie uns schaden. Nahrung soll uns bereichern, uns Energie und Kraft geben. Wenn eine Nahrung das nicht tut, dann ist es auch keine Nahrung.

  • Industriell hergestellter Zucker in jeglicher Farbe und Konsistenz
  • Drogen. Dazu gehören auch Kaffee, Alkohol und Zigaretten
  • Gluten
  • Kuhmilchprodukte
  • Raffiniertes Salz

 

Yvonne Zindler / www.rohkostlady.de

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