Kreuznacher Stadtwerke bitten um sorgsamen Umgang mit Trinkwasser

Bad Kreuznach. Die Hitzewelle ist in vollem Gange und während der heißen Temperaturen ist es ganz normal, öfters am Tag zu duschen bzw. zu Corona-Zeiten sich häufiger die Hände zu waschen. Nach der Rekordmenge von 18.000 Kubikmetern Wasser an einem Tag im Jahr 2019 wurde diese Tage der Rekordwert von 19.000 Kubikmetern Wasser erreicht.

„Jeder Einzelne verbraucht nicht so viel Wasser mehr, aber in Summe aller von uns versorgten über 73.000 Menschen in der Region ist deutlich zu spüren, dass der Wasserverbrauch in die Höhe geht.“ sagt Christoph Nath, Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke.


Diplom-Ingenieur Helmut Lauff, verantwortlich für die Wasserversorgung der Kreuznacher Stadtwerke, erklärt: „Früher hatten wir mal ein bis zwei Tage mit Spitzenlasten, jetzt stellen wir immer mehr fest, dass der Wasserverbrauch konstant über einen längeren Zeitraum sehr hoch ist. Wir leben in einer der regenärmsten Regionen Deutschlands, das finden die meisten von uns toll, aber für die Natur und unsere Brunnen ist Niederschlag wichtig.“

Er ergänzt: „Die Kreuznacher Stadtwerke sind gut aufgestellt in Sachen Trinkwasser. An heißen Tagen müssen wir unsere Anlagen viel länger betreiben, um die derzeitige hohe Nachfrage zu decken. Wir haben den großen Vorteil, dass wir das Rohwasser aus eigenen regionalen 26 Brunnen und 23 Quellen gewinnen.“

 

„Da wir nicht wissen, wie lange die Hitzeperiode geht, gehen wir vorausschauend vor und bitten alle sorgsam mit Wasser umzugehen. Einfache Maßnahme zur Reduzierung des Wasserverbrauches sollten genutzt werden, wie z.B. das Bewässern von Rasenflächen nicht mehr durchzuführen.“ sagt Nath.

 

Stetig investieren die Kreuznacher Stadtwerke in das Versorgungsnetz, um es immer auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. Neben der normalen Wartung, werden Pumpen und Wasserleitungen erneuert, Brunnen regeneriert und Abwehrbrunnen im Industriegebiet betrieben, um das angrenzende Wasserschutzgebiet zu schützen. Selbstverständlich wird auch die Aufbereitungstechnik modernisiert, zuletzt die Enthärtungsanlage im Wasserwerk Stromberger Straße, die seit 2012 die Haushalte mit weicherem Wasser versorgt. 

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