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Zentrum für Altersmedizin in Bad Münster eröffnet im März 2021

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Zentrum für Altersmedizin in Bad Münster eröffnet im März 2021

Bad Münster am Stein-Ebernburg. An der Geriatrischen Fachklinik Rheinhessen-Nahe (GFK) in der Berliner Straße entsteht ein Zentrum für Altersmedizin, bestehend aus Akutgeriatrie, geriatrischer Rehabilitation und Tageskliniken. Seit dem Spatenstich im Februar 2019 wird gebaut. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich an der Investition mit 8,87 Millionen Euro. Die restliche Summe übernimmt das Landeskrankenhaus (AöR) als Träger der Einrichtung.

 

Nach der Fertigstellung, die für den März 2021 anvisiert ist, wird die Akutgeriatrie der Klinik von Bad Kreuznach-Stadt an den Rehastandort nach Bad Münster verlegt. Gleichzeitig wird die Zahl der Betten in der Akutgeriatrie von 35 auf 52 Betten erweitert, erklärt der Kaufmännische Leiter, Daniel Böhm. Das Landeskrankenhaus (AöR) entschloss sich zur Aufstockung der Kapazitäten, da die Nachfrage in der Akutgeriatrie sehr hoch ist.

Rohbau seit April fertig


Um das neue geriatrische Zentrum realisieren zu können, wurde ein neues Gebäude mit einer Bruttogrundrissfläche von 3.737 Quadratmetern keilförmig an das Haupthaus angesetzt. Der Rohbau wurde im April fertig, berichtet Architektin Ilona Krauß, die für den Klinikträger die Bauarbeiten überwacht. Geplant und durchgeführt wird der große Um- und Neubau vom Büro „sander.hofrichter architekten“ aus Ludwigshafen.

 

Im Februar startete das erste Gewerk für den technischen Ausbau (Lüftung, Sanitär, Heizung, Elektroinstallationen) und parallel der Trockenbau. Ein sicheres Zeichen für das nahende Ende der Arbeiten ist nun die Planung, die Wände zu schließen, denn das bedeutet, dass alle Leitungen verlegt sind. Zusätzlich wird das Flachdach des zweigeschossigen Neubaus abgedichtet und für die abschließende Dachbegrünung vorbereitet.

 

Am Verbindungsteil von Hauptgebäude und neuem Gebäudeteil befindet sich eine neue Aufzugsanlage. Um diesen Teil des Ensembles herum wird nach Fertigstellung die Liegendanfahrt der Patienten geleitet – diese wird derzeit noch über den Haupteingang durchgeführt.

 

Im Innern erwartet die Patienten nach Fertigstellung eine moderne Ausstattung, zugeschnitten auf Bedürfnisse der Patienten. Dabei wird viel Wert gelegt auf Komfort, so die Architektin. Die Fenster sind groß und lassen viel Tageslicht herein. Künstliches Licht folgt dem Tagesrhythmus. Das Farbkonzept berücksichtigt altersgerecht die Bedürfnisse der Patienten. „Es wird ein Ambiente entstehen, in dem man sich wohlfühlen kann“, ist sich Krauß sicher.

 

Zwei Tageskliniken des geriatrischen Zentrums bereits in Betrieb

Die Arbeit an der GFK zum geriatrischen Fachzentrum beschränkt sich nicht alleine auf den Neubau. Im siebenstöckigen Hauptgebäude wurde auf mehreren Ebenen parallel gearbeitet. Die zweite Etage wurde komplett auf die Bedürfnisse zweier neuer Tageskliniken angepasst, erläutert die Architektin. Dort sind seit Mitte vergangenen Jahres die geriatrische Tagesklinik und die gerontopsychiatrische Tagesklinik mit jeweils 15 Patienten untergebracht. Zusätzlich wurde Platz geschaffen für eine neue Funktionsdiagnostik und für die Endoskopie.

 

Daniel Böhm kann von seinem Büro in der siebten Etage den Fortschritt der Arbeiten verfolgen. In seiner Verantwortung steht unter anderem die letzte wichtige Aufgabe zur Aufnahme des Regelbetriebs: Die Patienten aus der Akutgeriatrie in Bad Kreuznach werden nach Fertigstellung des neuen Gebäudes nach Bad Münster am Stein verlegt. Böhm hat bereits Erfahrungen mit einem solchen Vorhaben gesammelt, war er doch für den Umzug der Patienten in das neue Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim verantwortlich, das ebenfalls zum Landeskrankenhaus gehört. Bereits jetzt trifft sich regelmäßig eine Projektgruppe zur Planung des Umzugs.

 

Quelle:

Landeskrankenhaus (AöR)

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