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Woraus besteht Blut eigentlich?

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 4 Min. Lesezeit
Woraus besteht Blut eigentlich?
Rechte: Blutspendedienst West
Rechte: Blutspendedienst West

Wissenschaftler bezeichnen Blut als flüssiges Organ. Es besteht aus der Blutflüssigkeit (Blutplasma) und den zellulären festen Bestandteilen (=Blutzellen). Zu letzteren gehören die roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten). Blutzellen werden im Knochenmark gebildet. Jede Zelle und jedes Teilchen erfüllt im Blut notwendige Funktionen, wie z. B. den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutgerinnung und den Wärmetransport im Körper. 

 

ROTE BLUTKÖRPERCHEN (ERYTHROZYTEN)

Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen und das Kohlendioxid wieder zurück zur Lunge. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, ein Protein, das den Sauerstoff bindet und zum Beispiel in die Muskeln und die inneren Organe transportiert. Im Körper eines Erwachsenen gibt es etwa 25 Billionen rote Blutkörperchen, die alle 120 Tage ersetzt werden. 

 

BLUTPLÄTTCHEN (THROMBOZYTEN)

Blutplättchen bilden die Grundlage der Wundheilung und sind lebenswichtig für die Blutstillung. Im Körper eines Erwachsenen gibt es über eine Billion, die im Blutkreislauf zirkulieren. Nach sieben bis zwölf Tagen werden sie durch neu gebildete Plättchen ersetzt. 

 

BLUTPLASMA

Das Blutplasma ist die Blutflüssigkeit. Sie macht etwa 55 Prozent des Blutes aus und besteht selbst zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Die restlichen zehn Prozent enthalten Nährstoffe sowie Eiweißmoleküle (Proteine), die für die Blutgerinnung und die Infektionsabwehr wichtig sind. Die Nährstoffbausteine (Glukose, Blutfette) werden mit dem Blutplasma zu allen Körperzellen transportiert, denen sie als Energielieferant und Aufbaustoff dienen. Auch Mineralstoffe, Vitamine und Hormone werden mittels des Plasmas im Körper verteilt. Im Blutplasma wird auch ein großer Teil der im Körper entstehenden Stoffwechselendprodukte wie z. B. Kohlenstoffdioxid zu den Ausscheidungsorganen wie der Lunge, Leber und Nieren gebracht und ausgeschieden. Darüber hinaus ist das Blutplasma für den Wärmetransport innerhalb des Körpers zuständig. 

 

WEISSE BLUTKÖRPERCHEN (LEUKOZYTEN)

Leukozyten gehören zum Immunsystem und erfüllen spezielle Aufgaben in der Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Strukturen. Eine Klasse, die B-Lymphozyten, bilden entsprechende Antikörper. Ihre Lebensdauer beträgt etwa zehn Tage.

 

 

BLUTMERKMALE

Blutgruppe und Rhesusfaktor sind die zwei wichtigsten Blutgruppeneigenschaften. Bei der Transfusion von Blut muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut gegeben sein. Wird unverträgliches Blut transfundiert, kann das tödlich für den Empfänger enden. Bei der Versorgung von Notfallpatienten mit unbekannter Blutgruppe besteht ein hoher Bedarf an Blutkonserven mit der Blutgruppe 0, da diese universell einsetzbar sind. 

Als Blutgruppe (A, B, AB, 0) bezeichnet man die Einteilung von Blut aufgrund verschiedener Merkmale. Bei menschlichem Blut sind es vor allem unterschiedliche Zucker und Eiweiße auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, die als Antigene wirken. Kommt es mit fremdem Blut in Kontakt, bildet das körpereigene Immunsystem Antikörper gegen fremde Antigene und es kommt zu Verklumpungen. Vor der Entdeckung der Blutgruppen endeten Bluttransfusionen deshalb oft tödlich. Waren sie erfolgreich, dann weil Spender und Empfänger zufällig übereinstimmende Blutgruppen hatten.

Blutgruppe und Rhesusfaktor sind die zwei wichtigsten Blutgruppeneigenschaften. Bei der Transfusion von Blut muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut gegeben sein. Wird unverträgliches Blut transfundiert, kann das tödlich für den Empfänger enden. Bei der Versorgung von Notfallpatienten mit unbekannter Blutgruppe besteht ein hoher Bedarf an Blutkonserven mit der Blutgruppe 0, da diese universell einsetzbar sind. 
 

Als Blutgruppe (A, B, AB, 0) bezeichnet man die Einteilung von Blut aufgrund verschiedener Merkmale. Bei menschlichem Blut sind es vor allem unterschiedliche Zucker und Eiweiße auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen, die als Antigene wirken. Kommt es mit fremdem Blut in Kontakt, bildet das körpereigene Immunsystem Antikörper gegen fremde Antigene und es kommt zu Verklumpungen. Vor der Entdeckung der Blutgruppen endeten Bluttransfusionen deshalb oft tödlich. Waren sie erfolgreich, dann weil Spender und Empfänger zufällig übereinstimmende Blutgruppen hatten.

Rechte: Blutspendedienst West
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KOMPATIBILITÄT DER BLUTGRUPPEN

Der Rhesusfaktor (RhD+, RhD-) unterteilt die vier Blutgruppen A, B, AB und 0 und gibt an, ob spezielle Proteine auf der Zellmembran der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) vorhanden sind (RhD pos) oder nicht (RhD neg). Während dieses Merkmal für Rhesus-positive Patienten keine Bedeutung hat, dürfen Rhesus-negative Patienten nur Rhesus-negatives Blut erhalten.

Heute sind 36 verschiedene Blutgruppensysteme  mit über 600 verschiedenen Merkmalen (Antigenen) bekannt. Die meisten davon sind für den medizinischen Alltag unbedeutend, können aber bei bestimmten Erkrankungen entscheidend sein.


VERTEILUNG DER BLUTGRUPPEN IN DER BEVÖLKERUNG

Rechte: Blutspendedienst West
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