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Studie: Wie die Medikamentenflut Patienten überfordert

Budimir Jevtic -AdobeStock.com

Für viele Menschen gehört es zum Alltag: Die Tablettenbox ist prall gefüllt – morgens, mittags und abends müssen Blutdrucksenker, Medikamente gegen hohe Cholesterinwerte, Diabetes und viele andere Leiden eingenommen werden. Mit jedem zusätzlichen Wirkstoff steigt allerdings das Risiko von Neben- und Wechselwirkungen massiv an – mit oftmals lebensgefährlichen Konsequenzen für den Patienten. Ganz zu schweigen von den Risiken, die eine Nicht- oder Fehleinnahme nach sich ziehen. Diese Probleme bekamen durch die Corona-Pandemie nochmals mehr Brisanz.

 

In einer aktuellen Studie des Mainzer Marktforschungsunternehmen Cogitaris gaben über 33% der Befragten an, dass sie ihren Medikamenten-Einnahmeplan nicht oder nur teilweise kennen. Fast ein Drittel der Betroffenen versteht den ärztlichen Medikamentenplan überhaupt nicht. Und 36% der Befragten gaben sogar zu, dass sie die tägliche Tabletteneinnahme häufig vergessen. Viele Patienten sind also mit der Dosieranleitung der Medikamente überfordert und kapitulieren vor einer für sie zu komplexen Behandlung, nicht selten mit irreversiblen Folgen.

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert daher ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt von CompWare Medical, einem mittelständischen Unternehmen aus Südhessen. Es entwickelt derzeit ein digital-gestütztes Medikamentenversorgungs-System als Lösung für die Probleme der Medikamenteneinnahme bis hin zu Fehldosierungen. Das Lastenheft ist ambitioniert: Durch digitale Technologie sollen die Schwachstellen der bisherigen Medikamentenversorgung adressiert werden.

 



Quelle: WBCO Public Relations & Business Communications GmbH

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