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Maronen: Das macht die Edelkastanien so gesund Maronen

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 4 Min. Lesezeit
Maronen: Das macht die Edelkastanien so gesund Maronen

kab-vision -AdobeStock.com

Wenn sich Ende September das Herbstlaub langsam bunt färbt, beginnt die Erntezeit für Maronen. Doch auch zum Weihnachtsmarkt gehören die gerösteten Nussfrüchte mit dem leicht süßlichen Geschmack für viele Menschen dazu. Angenehm duftend wärmen sie in Papier verpackt nicht nur die Hände, sondern sind auch ein gesunder Snack, der in der kalten Jahreszeit das Immunsystem durch wertvolle Inhaltsstoffe stärkt. Wir verraten alles über Zubereitung, Lagerung und Nährwert der Edelkastanien.


Was sind Maronen?

Maronen gehören als Früchte des Maronenbaumes aus botanischer Sicht zu den Nüssen. Trotz einiger Gemeinsamkeiten sind sie nicht das gleiche wie Esskastanien. Vielmehr handelt es sich bei beiden Nussfrüchten um eine Unterart der Edelkastanie. Maronen sind etwas größer und weniger rund geformt als die klassischen Esskastanien und besitzen ein intensiveres Aroma.

Auch mit der Rosskastanie sollte die Marone nicht verwechselt werden. Die Früchte dieses häufig in Parks oder an Alleen wachsenden Baumes sind zwar dekorativ, aber nicht essbar. Im Gegensatz zu Maronen ist die grüne Hülle der Rosskastanien mit deutlich gröberen Stacheln versehen. Die Schalen von Maronen sind dagegen mit sehr feinen Stacheln bedeckt.


Wo wachsen Maronenbäume?

Ihre Ursprünge haben Maronen (in Süddeutschland und Österreich auch Maroni genannt) im Kaukasus, doch bereits in der Antike wurden sie durch die Griechen im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Maronen gehören zur Familie der Buchengewächse.

In Deutschland wachsen Maronenbäume vor allem im milden Klima der rheinischen Weinanbaugebiete. In der Pfalz kommen sogar ganze Wälder aus Bäumen der Edelkastanie vor. Doch wer in der Natur Maronen sammeln möchte, kann auch im Taunus, Odenwald oder Schwarzwald mit etwas Geduld fündig werden.

Maronen sollten nur aufgesammelt und nicht gepflückt werden. Denn erst, wenn die Nussfrüchte von selbst vom Baum fallen, sind sie auch wirklich reif.


Sind Maronen gesund?

Maronen enthalten im Vergleich zu vielen anderen Nüssen nur wenige Kalorien und sehr wenig Fett. So kommen auf 100 Gramm Maronen gerade einmal zwei Gramm Fett und 200 Kilokalorien (kcal) beziehungsweise 820 Kilojoule.

 

Zum Vergleich: Auf dieselbe Menge (ungeröstete) Erdnüsse kommen knapp 400 Kilokalorien (2.370 Kilojoule) und 32 Gramm Fett und auf Walnüsse sogar über 650 Kilokalorien (2.900 Kilojoule) und 62 Gramm Fett.
 

Doch auch sonst ist der Nährwert von Maronen sehr hoch. So enthalten die Nussfrüchte viele wertvolle Inhaltsstoffe, zum Beispiel: 

  • Vitamin B1: Insbesondere für Vegetarier stellen Maronen eine gute Quelle für Vitamin B1 dar. Dieses ist ansonsten in großen Mengen in Schweinefleisch und Fisch enthalten. Es ist wichtig für den Energiestoffwechsel und für die Weiterleitung von Reizen durch das Nervensystem.
  • Vitamin B2: Auch Vitamin B2 wird für den Energiestoffwechsel benötigt. Zudem unterstützt es den Körper bei der Entgiftung, zum Beispiel nach der Einnahme von Medikamenten.
  • Vitamin B6: Vitamin B6 ist ein wichtiger Bestandteil des Fettstoffwechsels. Es beeinflusst die Aktivität bestimmter Hormone und das Immunsystem. Ein Mangel an Vitamin B6 kann beispielsweise Entzündungen im Mundraum oder Hauterkrankungen auslösen.
  • Vitamin C: Maronen enthalten viel Vitamin C. Dieses schützt die Zellen vor freien Radikalen und wird zum Aufbau von Zähnen, Knochen und Bindegewebe benötigt. Zudem stärkt Vitamin C das Immunsystem.
  • Kalium: Dieser Mineralstoff ist wichtig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Kalium beeinflusst damit die Muskelkontraktion und die Herzfunktion positiv.
  • Omega-3-Fettsäuren: Maronen enthalten einen besonders hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf den Bluttfettspiegel aus und verringern so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Allergien gegen Maronen sind relativ selten. Es kann jedoch bei einer Allergie gegen Latex zu einer Kreuzallergie mit Maronen kommen. Das bedeutet, die Allergene – also die allergieauslösenden Stoffe – von Latex und Maronen ähneln sich, sodass das Immunsystem das Latex-Allergen auch in Maronen zu erkennen "glaubt", weshalb es zu einer allergischen Reaktion kommen kann.

 


 

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