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Corona

Im Gespräch: Krankenhaus St. Marienwörth und Diakonie Krankenhaus zu Corona

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Im Gespräch: Krankenhaus St. Marienwörth und Diakonie Krankenhaus zu Corona

Die Krankenhäuser in Bad Kreuznach sehen sich gut vorbereitet 

Von Joachim Kübler
Von Joachim Kübler

Beide Häuser haben - nach eigenen Angaben - die während der ersten Welle gemachten Erfahrungen nutzen können und zum Beispiel die Handlungsabläufe für die involvierten Abteilungen eingeübt und optimiert. Die Mitarbeiter sind und werden laufend geschult. Zudem werden die  Hygienemaßnahmen und Testungen ständig den Erfordernissen angepasst. Und ein extra eingerichteter Krisenstab kümmert sich im Hintergrund um die detaillierte Ressourcenplanung und eruiert - in enger Absprache mit den behördlichen Stellen und den anderen Kliniken in der Region - regelmäßig die Lage, um gegebenenfalls notwendige Anpassungen vornehmen zu können. Auch Patienten mit anderen Krankheitssymptomen können gleichermaßen behandelt werden, versichern beide Kliniken. 


Ein Netzwerk hilft sich gegenseitig, wenn Kapazitäten knapp werden sollten

Das Krankenhaus St. Marienwörth und Diakonie Krankenhaus in Bad Kreuznach und Kirn gehören mit der Universitätsklinik Mainz zu einem Netzwerk von insgesamt 16 Kliniken, die sich regelmäßig austauscht, um die Situation in Rheinland-Pfalz zu bewerten.


Die Universitätsklinik Mainz kann im Ernstfall die Koordination beziehungsweise die Zuordnung, bei sich verknappenden Möglichkeiten der Behandlung von Covid-19 Patienten, vornehmen. Über dieses Netzwerk werden die Kliniken auch regelmäßig informiert, wie sich die Fallzahlen - auch an Beatmungsfällen - in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus entwickelt. Im sogenannten DIVI-Intensivregister wird die Entwicklung der Fallzahlen erfasst – sowohl der COVID-19-Patienten, aber auch der anderen Intensiv-Patienten. Das heißt: hier  bekommen die Mediziner einen Überblick über die freien Intensivbetten.

Krankenhaus St. Marienwörth und Diakonie Krankenhaus in Bad Kreuznach

 

Versteht man die Erkrankung jetzt besser?

Die Studien- und Datenlage ist noch sehr begrenzt. Es handelt sich bei Covid-19 eben um eine noch „sehr junge“ Krankheit. 

Die Verantwortlichen in den Häusern sind sich aber über die Wichtigkeit der AHA-Formel einig:
"Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen, sind wichtige Vorkehrungen, die jeder treffen kann." 

Einblicke in die Therapie gab das Diakonie Krankenhaus: "Es gibt erste Erkenntnisse wie die Therapie von COVID-19 - etwa durch die Gabe von Dexamethason - positiv beeinflusst werden kann", so  Dr. Christoph von Buch, Chefarzt des Diakonie Krankenhauses Bad Kreuznach. Der aber auch ergänzt: " Wir haben noch kein Heilmittel und bei vorerkrankten und älteren Patienten ist die Todesrate extrem hoch. 

 

Wie ist die Lage im Vergleich zum Frühjahr?

Im Gegensatz zum März können die Ärzte besser einschätzen, was auf sie zukommt. Allerdings steigt die Kurve anders als im Frühjahr deutlich steiler an. Eine valide Einschätzung, insbesondere was den stationären Sektor angeht, konnten die Kliniken nicht geben.

Die nächsten vier Wochen werden zeigen, was über die Wintermonate auf die Kliniken zukommt. Letztlich hängt dies sehr stark davon ab, ob die jetzt getroffenen Maßnahmen seitens der Politik das Infektionsgeschehen im erhofften Maß beeinflussen können. „Abstand wahren, auf Hygiene achten, eine Alltagsmaske tragen und regelmäßig lüften sind wichtige Vorkehrungen, die jeder treffen kann“, erklärt Dr. Matthias Bussmann, Medizinischer Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

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