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Diät & Ernährung

Katja Schwalm: Dünndarmfehlbesiedlung – eine häufig übersehende und unterdiagnostizierte Erkrankung

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 2 Min. Lesezeit
Katja Schwalm:  Dünndarmfehlbesiedlung – eine häufig übersehende und unterdiagnostizierte Erkrankung

Eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms, auch SIBO (Small Intestine Bacterial Overgrowth) genannt ist eine der häufigsten Ursachen für die Diagnose des Reizdarmsyndroms. Es kommt zu einer Überbesiedlung von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen im Dünndarm, welche aber nur im Dickdarm ihren Nutzen haben.

entstehen Gase und somit Magen- Darm- Beschwerden. Zu den häufigsten Symptomen zählen Aufstoßen, Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen aber auch Durchfall und Verstopfungen, oft auch im Wechsel. Wird für diese genannten Symptome keine Ursache gefunden und Tests auf Laktoseintoleranz und Fruktoseintoleranz sind negativ, oder Beschwerden bleiben trotz ausreichender diätetischer Behandlung bestehen, wird meist die Diagnose Reizdarm gestellt. Genau hier kann nach einer ärztlichen und ernährungstherapeutischen Anamnese aber nochmal nach der Fehlbesiedlung des Dünndarms untersucht werden. Diese Untersuchung erfolgt meist über einen Atemtest mit Glucose oder besser über Lactulose. Bei Bestätigung der Fehlbesiedlung ist eine zeitweise strenge Diät zusätzlich zu der Einnahme von Medikamenten nötig. 

Damit es nicht erneut zu SIBO kommt, sollte die Ernährung optimiert werden. Wichtig ist her die Kohlenhydratmenge, sowie die Art der Kohlenhydrate zu optimieren, zu sorgen, dass die Darmpassage verbessert wird und dass die Darmschleimhaut aufgebaut und ein evtl. bestehendes Leaky Gut Syndrom (Durchlässigkeit der Darmschleimhautbarriere) therapiert wird.

Darmpassage, chronische Darmerkrankungen oder ein zu niedriger Magensäurespiegel. Ebenso laufen gerade Studien über den Zusammenhang zwischen SIBO und der Hautkrankheit Rosazea.

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