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Falsche Medikamenteneinnahme kann schwerwiegende Folgen haben: Interview mit Michael Fey von der LINDA Rosenapotheke zum Thema Verblisterung

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Falsche Medikamenteneinnahme kann schwerwiegende Folgen haben:  Interview mit Michael Fey von der LINDA Rosenapotheke zum Thema Verblisterung

Das Interview führte Joachim Kübler

Das Portionieren von Medikamenten bedarf schon bei Pflege-Fachkräften ein hohes Maß an Konzentration und Fachwissen - Privatpersonen können da schnell Fehler machen. 

 

Sie bieten in der LINDA Rosenapotheke jetzt das individuelle Verpacken der verordneten Medikamente in Einzelportionen nach Wochentagen und Tageszeit an.

Ja, wir nennen das Verblisterung.  Tatsächlich gibt es Studien die zeigen, dass jedes fünfte Medikament falsch eingenommen wird und Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland fünf Prozent der Krankenhauseinweisungen auf unerwünschte Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln zurückgehen.

Aber es gibt doch die „Dosetten“ oder „Wochenboxen“ um den Überblick zu behalten?

Viele Tabletten sind rein vom Augenschein oft schwer zu unterscheiden und besonders älteren Patienten fehlt die Konzentration und die Sehkraft, um hier keine Fehler zu machen. Und selbst wenn zum Beispiel der ambulante Pflegedienst die Medikamente vorrichtet - so eine Medikamentenbox kann den Patienten herunterfallen und die Tabletten könnten dann möglicherweise falsch eingeordnet werden. Deshalb ist die Verblisterung die ideale Lösung - und zwar für Privatpersonen, Pflegedienste bzw. Altenheime.  Viele Pflegedienste und Pflegeheime nutzen unseren Service schon, um die Mitarbeiter zeitlich zu entlasten und Dosierfehler praktisch ausschließen zu können. Ein hohes Maß an Sicherheit, das natürlich auch für Privatpersonen hilfreich sein kann. 

 

Wo liegen die Vorteile der Verblisterung gegenüber der "Wochenbox" beispielsweise?

Die Medikamente werden entsprechend der ärztlichen Verordnung automatisiert in Plastiktüten („Blister“), die einen zusammenhängenden Schlauch bilden, jeweils für eine Woche verpackt.  Zudem hat jedes Blister Kennungen wie Einnahmezeitpunkt(en), das beinhalteten Arzneimitteln, das Verfalldaten und die Chargennummer.

 

Wie wird sichergestellt, dass alle Medikamente entsprechend der Verordnung vom Automat richtig verpackt wurde?

Jeder Beutel wird mit einem optischen System und stichprobenartig von unseren Mitarbeitern geprüft. Zudem können bei der Verblisterung mehr als vier Einnahmezeitpunkte festgelegt werden - auch das ist ein Vorteil gegenüber der Wochenbox.

 

Gibt es weitere Vorteile?

Ja, wir prüfen die oft sehr zahlreichen Medikamente von unterschiedlichen Ärzten auf Wechselwirkungen oder Kontraindikationen und halten gegebenenfalls mit den Ärzten Rücksprache. Nicht zuletzt besorgen wir uns, wenn die Medikamente zur Neige gehen, für den Kunden ein neues Rezept und bestellen die Medikamente, sodass zur folgenden Woche alle nötigen Tabletten zur Verfügung stehen. Das heißt wir übernehmen die komplette Verwaltung der Rezepte in Absprache mit dem Arzt. Man muss sich um nichts mehr kümmern, es sind immer ausreichend Medikamente da! Übrigens sind die Blister auch sehr praktisch zum Mitnehmen in den Urlaub.  

 

Geht diese Verblisterung für alle Medikamente?

Grundsätzlich können nahezu alle Tabletten, Dragees oder Kapseln so verpackt werden. Allerdings macht es nur Sinn für Dauermedikamente.

 

Wie gestaltet sich die Haftungssituation bei der Verblisterung?

Die Apotheke trägt die Verantwortung für die richtige Zusammenstellung der Medikamente im Blister. Wir müssen dafür sorgen, dass der Blisterinhalt mit der ärztlichen Verordnung übereinstimmt und das Etikett auf dem Blister richtig ist.

 

Wo kann man sich für eine Beratung zur Verblisterung melden oder sich dafür anmelden?

Direkt bei uns in der LINDA Rosen Apotheke. Wir beraten Sie gerne

 

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