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Corona

Mainz-Binger Impfzentrum erfolgreich gestartet / Fragen & Antworten

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 4 Min. Lesezeit
Mainz-Binger Impfzentrum erfolgreich gestartet / Fragen & Antworten
Im Mainz-Binger Impfzentrum haben die ersten Patienten ihre Impfung erhalten. Foto: KV Mainz-Bingen/Bardo Faust.
Im Mainz-Binger Impfzentrum haben die ersten Patienten ihre Impfung erhalten. Foto: KV Mainz-Bingen/Bardo Faust.

Das Impfzentrum des Landkreises Mainz-Bingen ist erfolgreich gestartet. 88 Personen haben in der ehemaligen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Ingelheim den ersten Piks erhalten. Auch am Freitag wird kräftig weiter geimpft.

 

Landrätin Dorothea Schäfer: „Wir freuen uns, dass wir als Landkreis nun ebenfalls diesen weiteren großen Schritt zur Bekämpfung der Pandemie gehen können. Die Bereitschaft der Menschen hier ist da – das hat die Zahl der Anmeldungen gezeigt.“ Für die kommende Woche wurden bereits viele Termine vergeben, das Impfzentrum ist gut ausgelastet. Auch Leiter Mathias Hirsch ist zuversichtlich: „Die ersten Impfungen sind problemlos über die Bühne gegangen. Wir haben uns gut auf den Impfstart vorbereitet und blicken nun positiv in die Zukunft“, sagt er. „Mit unseren Kapazitäten können wir bis zu 250 Impfungen pro Tag bewältigen, sodass wir auch für die vom Land mittlerweile mehr als die zunächst zugesagten 1125 Impfdosen pro Woche gut gewappnet sind.“ 

 

Vor Ort arbeiten täglich rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehend aus Ärzten, Apothekern, medizinischem Fachpersonal, Verwaltungsangestellten und Security im Ein-Schicht-Betrieb. Die Öffnungszeiten sind von 8 bis 16 Uhr. Mit der erwarteten sukzessiven Erhöhung der Liefermenge sollen ab Ende Januar in zwei Schichten von 6.30 bis 22.30 Uhr etwa 400 Personen täglich geimpft werden. Wenn die Impfstoffproduktion später auf vollen Touren läuft, kann das Impfzentrum in Ingelheim auf mehr als 1000 Impfungen pro Tag ausgebaut werden.  Platz ist in der AfA genug: Das 1600 Quadratmeter große Gelände bietet genügend Möglichkeiten, die Impfungen sicher und problemlos vorzunehmen. Die vorhandene kleinteilige Raumaufteilung ermöglicht den Parallelbetrieb mehrerer Impfkabinen. Die Hygieneregeln können dabei eingehalten und die Intimsphäre gewährleistet werden. „Der Bautrupp und die EDV-Abteilung der Kreisverwaltung haben hier innerhalb kürzester Zeit einiges auf die Beine gestellt“, hob Landrätin Dorothea Schäfer das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor.

 

Nicht inbegriffen sind in dieser Rechnung die mobilen Testteams, die zum Beispiel in den Seniorenzentren eingesetzt werden sollen. Dies wird vom Land Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz organisiert.

  

 

Wichtige Fragen zum Impfzentrum:

 

Wie kann ein Termin vereinbart werden?

  • Die Vergabe der Impftermine wird über das Land Rheinland-Pfalz geregelt: telefonisch 0800 / 57 58 100 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de. Wenn ein Termin zum Beispiel wegen Krankheit nicht wahrgenommen werden kann, muss ein neuer Termin vereinbart werden.

 

Wer wird zuerst geimpft?

  • Nach der Impf-Verordnung des Bundes werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal dieser Häuser sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe. Begleitpersonen sind zulässig.

 

Welche Unterlagen muss ein Impfberechtigter mitbringen?

  • Mitzubringen sind die Terminbestätigung mit Barcode, ein Personalausweis oder Reisepass, der Berechtigungsnachweis „priorisierte Gruppe“ sowie im Falle der Zweitimpfung die Nebenwirkungskarte.

 

Wer impft tatsächlich?

  • Medizinisches Fachpersonal wird die Impfungen durchführen. Für die Bereitstellung und Kosten des medizinischen Personals hat das Land die Verantwortung übernommen. Hier steht der Landkreis in enger Abstimmung mit dem Land.

 

Wie ist der Impfablauf geregelt?

 

  • Abfrage nach Corona-Symptomatik und Kontakt zu entsprechenden Personen. Im Außenbereich wird Fieber gemessen.
  • Prüfung der Berechtigung und des Termins in der Anmeldung; im Wartebereich werden die zu Impfenden in Gruppen ärztlich aufgeklärt, bei persönlichen Fragen gibt es eine individuelle ärztliche Aufklärung
  • Impfung
  • Nachbeobachtung mit Ausgabe der Dokumente

 

Wann wird die zweite Impfung durchgeführt?

 

  • Drei bis vier Wochen nach dem ersten Impftermin findet die Nachimpfung statt
  • Auch bei der Nachimpfung ist eine ärztliche Aufklärung vorgesehen.

 

Was kostet das Impfzentrum den Landkreis?

  • Zunächst sind 500.000 Euro im Haushalt veranschlagt, genauere Angaben können zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden

 

Welche Sicherheitsvorkehrungen wurden getroffen?

  • Die Kreisverwaltung hat eine Security-Firma für die Bewachung der Anlage beauftragt. Ebenso wurde ein Sicherheitskonzept mit der Polizei erarbeitet und abgestimmt.

 

 

Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen

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