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Diakonie Apotheke in Bad Kreuznach verbessert Frühchen-Versorgung

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 2 Min. Lesezeit
Diakonie Apotheke in Bad Kreuznach verbessert Frühchen-Versorgung
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie

Nahrung für Frühgeborene wird verstärkt fürs Baby angepasst.

 

Auf diesen Moment haben Dr. Bettina Stollhof und Dr. Edmondo Hammond lange gewartet. Jedem Frühchen unter 1500 Gramm eine sichere und individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Nahrung geben zu können, das war einst das Ziel gewesen. Die Apothekerin und der Experte für Kinder- und Jugendmedizin am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach halten die erste unter Reinraum-Bedingungen hergestellte Nährlösungen für Frühgeborene in Händen und sind stolz darauf.

 

Die Zutaten dafür sind im Wesentlichen simpel: „Hauptsächlich Zucker, Proteine, Fett – dann noch ein paar Elektrolyte, Vitamine und Spurenelemente“, erklärt Dr. Hammond, Oberarzt im Perinatalzentrum Level 1, der jährlich ca. 330 dieser „Totalen parenteralen Ernährung“, kurz TPN genannt, auf der Frühgeborenen-Station verbraucht. Hinzu kommen weitere zirka 350 Beutel mit jeweils 150 Millilitern für die Kinder, deren Gewicht sich an der Grenze zu 1500 Gramm bewegt. „Frühgeborene sind nicht einfach nur zu kleine Babys. Ihr Magen-Darm-Trakt ist anatomisch und funktional noch nicht vollständig entwickelt. Sie haben geringe Kohlenhydrat- und Fettreserven und zeitgleich eine hohe Stoffwechselrate und daher einen hohen Bedarf an Glucose, Aminosäuren und Lipiden“, so Dr. Hammond, der bislang oft auf fertig produzierte TPN zurückgegriffen hat, wenn er die Kleinen aufpäppeln musste. Jetzt bekommt er sichere Nahrung, die auch den unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Frühchen angepasst ist, aus der eigenen Apotheke im Keller der Klinik.

 

Vom neu ausgestatteten Labor der leitenden Apothekerin profitieren aber künftig nicht nur die Frühgeborenen fünf Etagen höher. Dr. Bettina Stollhof erklärt: „Das Labor wird auch zur aseptischen Herstellung von Arzneimitteln ohne CMR-Potential genutzt, also Mittel, die nicht krebserzeugend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend sind. Das sind unter anderem Medikamente für die Palliativstation und das gerade modernisierte Herzkatheterlabor.“

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