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Impfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm: Bund liefert bis Mitte Februar fast 30.000 Dosen weniger nach Rheinland-Pfalz als erwartet

Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Länder am Freitag sehr kurzfristig darüber informiert hat, dass Impfstofflieferungen gekürzt werden, gibt es leider immer noch keine Planungs- und Liefersicherheit über den 15. Februar hinaus. Die Kürzung begründet Bundesgesundheitsminister Spahn damit, dass der Hersteller seine Produktion umstellt, um dauerhaft mehr Impfstoff produzieren zu können. Die jetzt vorliegenden Lieferangaben zeigen aber, dass Rheinland-Pfalz bis dahin in jedem Fall etwa 30.000 Impfdosen weniger bekommen wird, als bisher nach den Zusagen eingeplant wurde.

 

„Das führt dazu, dass bereits vereinbarte Termine in den Impfzentren für Erstimpfungen ab kommender Woche verschoben werden müssen. Zweitimpfungen finden weiterhin statt. Wir haben nach der Ankündigung des Bundes sofort in einer großen logistischen Anstrengung, auf der Basis der geringeren Impfstoffmenge, neue Terminvergaben treffen müssen. Wir werden als Landesregierung weiter alles in unserer Macht Stehende unternehmen, dass in Rheinland-Pfalz so schnell wie möglich, so viele Menschen wie möglich, geimpft werden“, sagte Landesimpfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm.

 

Rheinland-Pfalz wird betroffene Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen Impftermin haben, jeweils unmittelbar einen neuen Termin mitteilen. Jede und jeder wird darüber per Brief und per Mail, sofern die Mailadresse vorliegt, informiert. „Wir haben als Land Vorsorge getroffen, dass genügend Impfstoff für die Zweitimpfung zur Verfügung steht“, sagte Impfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm. „Die Menschen, die ihre Erstimpfung bereits erhalten haben, bekommen ihre zweite Impfung zum bereits mitgeteilten Termin. Hier ändert sich nichts.“

 

„Weiterhin ist auch in den kommenden Wochen sichergestellt, dass die besonders schützenswerte Gruppe der älteren Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen von den mobilen Impfteams geimpft werden kann. Das gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen“, sagte der Landesimpfkoordinator.

 

Er betonte: „Sobald wir vom Bund zusätzlichen Impfstoff geliefert bekommen, werden wir auch schnell weitere und zusätzliche Termine anbieten. Das Land Rheinland-Pfalz ist gut vorbereitet, wir können schnell und effektiv den Impfstoff verimpfen, der uns geliefert wird."

 

„Wir haben ein großes Tempo beim Impfen vorgelegt. Die Anzahl der möglichen Impftermine haben wir auf Basis der Angaben getroffen, wonach sechs Impfdosen aus einer kleinen Flasche, sogenanntes Vial, entnommen werden können. Die gekürzte Bundeslieferung ist ein deutlicher Dämpfer für unsere erfolgreiche und schnelle Impfkampagne und stellt uns vor große logistische Herausforderungen. Aber wir stellen als Land sicher, dass jede Bürgerin und jeder Bürger, die impfberechtigt ist, schnell einen neuen Termin bekommt“, so Landesimpfkoordinator Dr. Wilhelm.

 

Aktuelle Zahlen zu Impfungen in Rheinland-Pfalz

 

In Rheinland-Pfalz wurden bis 18.1.2021 abends insgesamt 92.613 Menschen (darunter 1.196 Zweitimpfungen) geimpft.

 

  • Impfungen in Krankenhäusern: 14.017
  • Impfungen in Pflegeeinrichtungen: 41.249
  • davon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 19.738
  • davon Bewohnerinnen und Bewohner: 21.511
  • Impfungen in Impfzentren: 37.347

 

Quelle:
MINISTERIUM FÜR SOZIALES, ARBEIT, GESUNDHEIT

UND DEMOGRAFIE RHEINLAND-PFALZ

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