· 

Corona: Caritas erhält zusätzliche Mittel zur Verteilung an Hilfesuchende

Der vom Diözesan-Caritasverband Trier im Sommer 2020 bereitgestellte Sonderfonds „Caritas Nothilfe Corona“ ist weitgehend verausgabt worden: Unter anderem über die örtlichen Caritasverbände haben viele Menschen Unterstützung aus dem Fonds erhalten, an dem sich das Bistum Trier mit 50.000 Euro, der Diözesan-Caritasverband und die Caritas-Stiftung Menschen in Not mit je 10.000 Euro beteiligt hatten.

 

Die Summe von 70.000 Euro wurde bis Jahresende 2020 durch Spenden im Gesamtwert von 44.000 Euro aufgestockt. Dazu Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel: „Wir danken allen Spendern herzlich, die wichtige Corona-Nothilfen möglich gemacht haben. Damit zeigen sie Solidarität und leisten einen entscheidenden Beitrag, um den Menschen zu helfen, die durch die Pandemie in eine Notsituation geraten sind.“ Nicht zuletzt diese Spender haben einen bedeutsamen Beitrag dazu geleistet, dass die Caritas-Beratungsstellen in den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück auch in nächster Zeit noch auf den Sonderfonds zurückgreifen können: Nachdem die ursprünglichen Mittel aufgebraucht waren, erhielt der Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. weitere Gelder zur Unterstützung Hilfesuchender.

Victoria Müller-Ensel
Victoria Müller-Ensel

 

Der Sonderfonds hilft ausschließlich in Notlagen, die im direkten Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen. Zweite Voraussetzung ist, dass der Hilfebedarf nicht anderweitig sichergestellt werden kann, insbesondere durch sozialrechtliche Leistungsansprüche. „Der Bedarf bei uns vor Ort war und ist hoch“, betont die hiesige Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel. „In unseren Beratungsdiensten suchen vermehrt Menschen Hilfe, die ohnehin in prekären Verhältnissen leben und durch die Pandemie in existenzielle Not geraten sind.“

 

 

Uwe Oberländer
Uwe Oberländer

Wer ohnehin nur knapp über dem Existenzminimum lebt, für den sei teils monatelange Kurzarbeit oder der Wegfall von Mini-Jobs kaum zu verkraften, ergänzt Uwe Oberländer, Caritas-Fachdienstleiter der Allgemeinen Sozialberatung. Eben deshalb sieht er im Corona-Nothilfefonds und der jüngsten Aufstockung wichtigen Rückhalt für jene Ratsuchenden die von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie in besonderem Maße betroffen sind.

 

Im Übrigen ermutigt Oberländer dazu, in persönlichen Notlagen das Gespräch in der nächstgelegenen Caritas-Beratungsstelle zu suchen: „Dort wo sich der Hilfebedarf vielleicht nicht aus dem Sonderfonds decken lässt, schauen wir gerne mit den Ratsuchenden nach anderen Wegen zur Hilfe“, betont der erfahrene Sozialberater. 

Die Caritas-Fachbereiche und zuständigen Ansprechpartner in den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück findet man auf www.caritas-rhn.de.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0