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Alternative Heilmethoden

Thomas Spies: Sei gut zu deinen Füßen!

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 4 Min. Lesezeit
Thomas Spies: Sei gut zu deinen Füßen!
Edward - AdobeStock.com
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Thomas Spies, Heilpraktiker
Thomas Spies, Heilpraktiker

Wir laufen täglich einige tausend Schritte auf ihnen, in einem Menschenleben eine Strecke, die ungefähr dem dreifachen Erdumfang entspricht – die Füße. Sie tragen unser Körpergewicht und müssen einiges an Druck von oben aushalten. Und: sie halten uns in Bewegung. Schon das sind eigentlich genügend Gründe, sich gut um seine Füße zu kümmern.

Ein weiterer Grund steuert die TCM bei: Sie kennt auf der Fußsohle einen einzigen Punkt im Reigen der traditionellen Akupunkturpunkte. Er liegt in einer Mulde ungefähr zwischen dem Ballen der Großzehe und den Kleinzehenballen.


Dieser Punkt gehört zum Funktionskreis und zur Leitbahn „Niere“ und ist der erste Punkt darauf. Neben der westlichen Bezeichnung „Niere 1“ lautet der chinesische Name: emporsprudelnde Quelle. Darin kommt zum Ausdruck, dass wir uns in der TCM-Sicht einerseits im tiefsten Yin befinden, im dunkelsten, tiefsten Wasser. Wenn wir uns die Monade vorstellen, diese Darstellung von Yin und Yang in einem schwarz-weißen Kreis, dann ist das tiefste Yin die Stelle, an der das meiste Schwarz ist. Dunkler geht es nicht. Aber genau dort im tiefsten Schwarz ist auch ein kleiner weißer Fleck. Wenn das Yin am stärksten ist, beginnt sich das Yang zu regen. Das Wasser ist nicht einfach nur dunkel und tief, nein, es ist eine Quelle, die an die Oberfläche drängt, der Beginn des Lebens. Genauso ist auch dieser Punkt zu verstehen: das Qi, also die Lebensenergie, sprudelt an dieser Stelle empor, bereit sich im ganzen Körper zu verteilen. Man kann diesen Punkt also nutzen, um die Lebensenergie zu aktivieren. Gleichzeitig dient er auch zur Beruhigung des Geistes (des Kopfes), schon allein weil er am „anderen Ende“ des Körpers sitzt. Mit der Aktivierung von Niere 1 bzw. der Fußsohle lenkt man die Energie vom Kopf zu den Füßen. Hier passt die Bezeichnung „herunterkommen“ wortwörtlich.

 

Die Verbindung der Füße zum Kopf kennt man auch aus dem Bereich der Faszien. Unter unseren Füßen liegt die Plantarfaszie, die die komplette Fußsohle einnimmt. Von ihr aus geht eine ganze Kette von Faszien über die Beinrückseite und den Rücken bis hinauf zum Hinterkopf, über den Scheitel bis zur Stirn. Wenn man die Plantarfaszie bearbeitet, erreicht man in gewisser Weise auch die gesamte Körperrückseite. Und wenn wir die Reflexzonen auf der Fußsohle auch noch mit dazu nehmen, dann erreichen wir sogar den gesamten Körper.

Das sind viele gute Gründe, sich mit seinen Füßen zu befassen und sie gut zu behandeln. Beispielsweise so:

 

  • Fußsohle ausrollen: mit einem festen Ball oder einer kleinen Faszienrolle die Sohle sorgfältig ausrollen, je nach Befinden mit mehr oder weniger Druck. Wichtig dabei: nicht die Außen- und Innenkante vergessen.
  • Füße massieren (oder massieren lassen): einfach mal beherzt mit den Händen an die Füße greifen und sie durchkneten. Das muss nicht mit einem professionellen/therapeutischen Hintergrund geschehen, sondern kann auch ganz einfach dem eigenen Wohlbefinden dienen.
  • Barfuß gehen: auch wenn es die aktuelle Jahreszeit draußen nicht unbedingt zulässt, sollte man so oft wie möglich barfuß (oder in Socken) herumlaufen. Verschiedene Untergründe machen es zu einem sinnlichen Vergnügen – und die Reflexzonen und Faszien haben auch noch was davon.
  • Übungen für die Fußmuskulatur gibt es unzählige. Ganz einfachsten, aber trotzdem sehr effektiv: auf einem Bein stehen, mit den Zehen nach Gegenständen greifen, Fußkreisen, auf die Zehenspitzen stellen.

Die Füße sind unser Fundament. Der Zustand und die Funktionsfähigkeit unserer Füße haben Auswirkungen auf die darüber liegenden Gelenke. Sie bestimmen zu einem großen Teil, wie gut es den Knien, der Hüfte und der Wirbelsäule geht. Und natürlich wirken sie über Faszien, Reflexzonen oder Akupunkturpunkte auf die verschiedensten Bereiche unseres Körpers und Geistes.

In diesem Sinne: Sei gut zu Deinen Füßen!

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