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Katja Schwalm: Zucker die süße Verführung oder Mitverursacher der Fettleber?

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Katja Schwalm: Zucker die süße Verführung oder Mitverursacher der Fettleber?

35 kg Zucker verzehren die Deutschen pro Kopf davon 6 kg aus Getränken und 10 kg aus Schokolade und Schokoladenerzeugnisse.

 

Unser Gehirn benötigt täglich 130 bis 140 g des Einfachzuckers Glucose. Bei Stress sind es schnell mal 20 % mehr. Da Zucker schnelle Energie liefert, greift man bei Stress unbewusst zu zuckerhaltigen Lebensmittel. Schnell sind dann einige Kilos mehr auf der Waage zu verbuchen, besonders wenn der Stress andauert. Hier spielen nicht nur die extra Kalorien eine

 

Rolle, sondern besonders das Zusammenspiel der Hormone, insbesondere Insulin. Andauerndes Snacken und das Trinken von gesüßten Getränken bringt einen schnell in die Insulinfalle, dies bedeutet unter anderem andauernd Hunger, reduzierte Fettverbrennung und Gefahr eine Insulinresistenz zu entwickeln besonders negativ wirkt sich die Fruktose aus, ein weiterer Einfachzucker, der besonders häufig in verarbeiteten Lebensmitteln zu finden ist. Haushaltszucker besteht ebenfalls aus 50 % Fruktose. Diese wird anders als Glucose verstoffwechselt und kann bei zu großer Aufnahme eine Fettleber fördern. Etwa 80 % der Menschen mit Übergewicht haben eine Fettleber, aber auch schlanke Menschen können diese entwickeln. Ein gutes Indiz hier sind die sogenannten Triglyceride. Die Diagnose wird allerdings über eine Ultraschalluntersuchung gestellt. Der in der täglich empfohlenen Menge Obst (ca. 250g) enthaltenen Fruchtzucker, fördert aber keineswegs die Fettleber, da Früchte zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die die Verstoffwechslung positiv beeinflussen.

Wie gehe ich nun mit meinem Zuckerkonsum um?
Machen Sie ein paar Tage ein Zucker fasten und verzichten sie beispielsweise einige Tage komplett auf zugesetzten Zucker. Nach einigen Tagen ohne Zucker und Süßungsmittel löst bereits eine geringe gesüßte Speise das gleiche intensive Geschmackserlebnis aus wie zuvor bei einer höheren Dosis. Suchen Sie nicht nach süßen Alternativen wie Sirup, Süßstoff und Zuckeraustauschstoffe, sondern gewöhnen sie sich mehr an eine weniger süße Ernährung. Planen Sie süßes wie Obst, Kuchen und Dessert eher als Nachtisch und nicht als Zwischenmahlzeit ein, dies gilt auch für süße Getränke. Wenn sie mehr wie drei Mahlzeiten benötigen, dann essen sie eher Nüsse und Rohkost. Sollte es doch Obst sein kombinieren sie es mit Nüssen oder Milchprodukten, wie einen Obstquark oder einen Obstsalat mit etwas Sahne. Beschäftigen Sie sich beim Einkaufen mit dem Anteil des Zuckers in den Lebensmitteln, schauen sie aber nicht alleine auf die Nährwertangaben, sondern lieber auf die Zutatenliste, denn der natürliche Zucker in Milchprodukten (Laktose) ist ebenfalls auf der Nährwertnavigation angegeben, ist aber unbedenklich, auf der Zutatenliste findet sich bei Naturprodukten kein Zucker.

Bei länger andauernden stressigen Phasen, planen sie ihre Mahlzeiten besser und haben sie immer gesunde Alternativen parat. Zucker und Süßigkeiten scheinen nur kurzfristig zu helfen, rauben aber wichtige Vitalstoffe, wie Magnesium und B-Vitamine, die bei Stress mehr benötigt werden. Sollte doch über einen längeren Zeitraum viel Zucker und Snacks gegessen worden sein, dann fasten sie doch ein paar Tagen und versuchen sie hier die Leber wieder etwas zu entfetten.

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