Kursstart ist Ende April – Interessierte sind jetzt zum Vorgespräch eingeladen!

Am letzten April-Samstag beginnt ein Qualifizierungskurs für Menschen, die ehrenamtlich als Begleiterinnen und Begleiter im „Christlich Ambulanten Hospizdienst an der Nahe“ aktiv werden möchten. Interessierten Männern und Frauen bietet Caritas-Mitarbeiter Georg Berg ab sofort individuelle Orientierungs- und Kennenlern-Gespräche an.

In der Begleitung schenken die Ehrenamtlichen des Hospizdienstes Schwerkranken und Sterbenden Zeit und zwischenmenschliche Zuwendung. Sie begleiten Menschen aus dem gesamten Landkreis Bad Kreuznach: Erwachsene mit lebensbegrenzender Erkrankung. Außerdem sind sie für Angehörige, Partner und Freunde da.

„In mindestens einem ausgiebigen Telefonat schauen wir miteinander, ob das Ehrenamt in unserem Dienst das passende sein könnte,“ erklärt Berg. Haben beide – Hospizdienst-Koordinator und „Bewerber“ – hier ein gutes Gefühl, steht der Teilnahme am Qualifizierungskurs nichts mehr im Wege.

In zwölf Abend- und vier Wochenend-Seminaren bis voraussichtlich Ende Juli bekommen die Teilnehmenden dann eine Einführung in die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen. Zudem absolvieren sie ein 20-stündiges Hospitations-Praktikum.

Die Kursinhalte sind vielfältig und gewiss auch anspruchsvoll – daraus macht Georg Berg keinen Hehl: „Während der 80 Kursstunden lernen angehende Begleiterinnen und Begleiter, mit eigenen Grenzen und Ängsten umzugehen, und sie befassen sich mit Fragen rund um Sterben, Abschied, Verlust und Trauer.“ Weitere Aspekte sind die Gesprächsführung mit Betroffenen und Angehörigen sowie theologische, spirituelle und psychologische Fragestellungen in der Begleitung am Lebensende.

„Ehrenamtliche sind in der Hospizarbeit unverzichtbar, denn sie ermöglichen vielerorts das Sterben zuhause oder begleiten diesen Weg in einer stationären Einrichtung,“ betont Georg Berg. „Dabei werden die Freiwilligen zu wichtigen Bezugspersonen für Schwerstkranke und Sterbende, aber auch für deren Angehörige.“ Diese verantwortungsvolle Aufgabe erkläre die sehr umfassende Vorbereitung, so Berg.

„Bei alledem eröffnet einem das hospizliche Ehrenamt Chancen,“ fügt er an. „Sterbende zu begleiten, bedeutet leben zu lernen“, lautet Georg Bergs Umschreibung dafür, wie unglaublich viel man letztlich zurückbekommt, wenn man für andere an deren Lebensende da sein kann.

Übrigens: Der vom örtlichen Caritasverband und dem Evangelischen Kirchenkreis An Nahe und Glan getragene Hospizdienst arbeitet überkonfessionell. Als Hospizbegleiter ist ausdrücklich auch willkommen, wer keiner christlichen Kirche angehört.

Quelle:
Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.

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