Der Weltherztag findet jedes Jahr am 29. September statt. Er wurde einst von der World Heart Federation (WHF), einem Zusammenschluss von Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften aus über 100 Ländern, ins Leben gerufen. An diesem Tag beschäftigt vor allem die Frage, was jeder Einzelne tun kann, um das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu reduzieren. Dr. med. Michael Bracko ist neben Dr. med. Thomas Middeldorf einer der beiden Kardiologen am Krankenhaus St. Marienwörth, dessen internistische Abteilung jährlich eine große Anzahl an kardiologisch erkrankten Patienten betreut, auch auf der Schlaganfallstation. Die Kardiologen nehmen diesen Tag zum Anlass, an die Eigenverantwortlichkeit zu appellieren und Risikofaktoren im Blick zu behalten.

Dr. Bracko erläutert: „Am heutigen Tag stellen wir Herz und Kreislauf in den Mittelpunkt. In der Klinik sehen wir täglich Patienten, die mit einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorstellig werden. In der Akutphase geht es natürlich zunächst darum, die richtige Diagnose zu stellen und eine optimale Therapie in die Wege zu leiten. Dies betrifft interventionelle Verfahren wie auch die Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren. Klassischerweise zählen hierzu Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, hohe Blutfettwerte, Bewegungsmangel und Übergewicht. Die Änderung eines ungesunden Lebensstil gelingt oft erst in einer Anschlussheilbehandlung.“

Einige Herzkreislauferkrankungen haben mit genetischer Veranlagung zu tun, dennoch kann manches mit Medikamenten günstig beeinflusst werden – sofern diese auch konsequent und langfristig eingenommen werden. Darüber hinaus ist jeder Einzelne gut beraten, Fürsorge für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Regelmäßiger Sport und Bewegung sind genauso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung oder Stressmanagement. Verzicht auf Zigaretten fällt Rauchern oft schwer, ist aber entscheidend für den weiteren Verlauf. Im Alltag sollten die Menschen auf wiederkehrende Symptome wie Druckschmerz und Engegefühl im Brustkorb bei körperlicher oder seelischer Belastung achten. Dies ist ein Grund zur kardiologischen Abklärung. Bei anhaltendem Brustschmerz oder Anzeichen eines Schlaganfalls wie plötzlicher Lähmung einer Extremität oder Sprachstörung sollte unbedingt sofort der Rettungsdienst alarmiert werden.
Dr. Bracko: „Hier geht es um wertvolle Minuten Ihres eigenen Lebens!“

Der Kardiologe Dr. med. Michael Bracko ist am Mittwoch, 29. September, von 8.30 bis 9.30 Uhr zu Gast bei Radio Antenne Bad Kreuznach, um am Weltherztag über Herzgesundheit zu informieren

Dr. med. Michael Bracko, Kardiologe am Krankenhaus St. Marienwörth zum Weltherztag am 29.09.2021.
Foto/Text: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

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