Ein neuer Blick auf Gesundheit & Wohlbefinden GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
gesundheitRHEIN–NAHESuche ↗
MenüErnährungBewegungÜberregionale GesundheitsnachrichtenNewsletterUnsere Gesundheits-ExpertenKreis Bad KreuznachKreis Mainz-BingenKreis Aley-WormsRhein-Hunsrück KreisSelbsthilfegruppenWerbungUncategorizedArchivNachrichten aus der MedizinAdvertorialNaturheilkundePflegePsychologieEntspannungKörper & PsycheCoronaKur & ErholungKrebs-BlogDiät & ErnährungApotheken & MedizinPflege & VersorgungGesundheit & PolitikAlternative HeilmethodenStellenangeboteWellness & BeautyWellness & EntspannungSuche
Überregionale Gesundheitsnachrichten

Entlassrezept nach Krankenhausaufenthalt nur drei Werktage gültig

Joachim Kübler · · 2 Min. Lesezeit

Mehr als 1,9 Millionen Mal haben Patientinnen und Patienten im vergangenen Jahr am Ende ihres Kranenhausaufenthaltes ein Entlassrezept für ihre örtliche Apotheke erhalten, damit ihre Arzneimittelversorgung bis zum nächsten Hausarztbesuch gesichert ist. Doch genau diese Überbrückung ist jetzt gefährdet. Davor warnt der Patientenbeauftragte des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Berend Groeneveld: „Entlassrezepte weisen häufig formale Fehler auf. Bislang konnten Apotheken das oft heilen – zum Beispiel, wenn die Facharztnummer fehlt. Jetzt haben die Krankenkassen eine Kulanzregelung aufgekündigt und wollen die Medikamente für ihre Versicherten nicht mehr bezahlen, wenn auch nur kleinste formale Fehler auf dem Rezept ist. Wenn die Apotheke das Rezept trotzdem beliefert, bleibt sie auf den gesamten Kosten sitzen. Das kann nicht angehen.“

Groeneveld fordert deshalb den Gesetzgeber zum Handeln auf: „Die Entlassmedikation ist seit Jahren immer wieder Thema und sollte endlich verlässlich geregelt werden. Die Apotheken wollen die Menschen nach einer stationären Behandlung ohne Verzögerung mit den notwendigen Medikamenten versorgen können. Krankenkassen müssen verpflichtet werden, die Arzneimittel für ihre Versicherten zu bezahlen und somit deren sektorübergreifende Versorgung sicherzustellen. Es kann ja nicht sein, dass eine Apotheke einen Patienten wieder in die Klinik zurückschicken muss, weil eine Ziffer auf dem Vordruck des Entlassrezeptes fehlt und der ausstellende Arzt wegen des Schichtsystems für eine Korrektur nicht mehr erreichbar ist.“

Zum Hintergrund: Seit 2017 können Klinikärzte ihren Patienten ein Rezept ausstellen, das die Anschlussversorgung mit Medikamenten für die ersten Tage nach der Klinik sichert. Die Entlassrezepte sind aber nur drei Werktage gültig und müssen schnell eingelöst werden. Da sie oft Fehler aufweisen, hatten der DAV und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung „Ergänzende Bestimmungen zum Rahmenvertrag nach § 129 Abs. 2 SGB V“ vereinbart, die den Apotheken mehr Spielraum bei der Korrektur einräumen. Der GKV-Spitzenverband hat aber eine Entfristung der Übergangsregelungen über den 31. Dezember 2021 hinaus abgelehnt.

Quelle:
ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.

Weiter entdecken

Überregionale Gesundheitsnachrichten

7 Irrtümer über Hautkrebsprävention

Gebräunte Haut wird oftmals als schön und gesund empfunden. Dabei ist sie vielmehr eine Stressreaktion des Körpers gegen potenziell krebserregende UV-Strahlung. Die Annahme „Bräune schützt ausreichend vor UV-Strahlung“ ist bloß ein Mythos. Es ist wichtig, auch dann weiterhin zu Sonnenschutzmitteln und –maßnahmen zu greifen. Weitere Irrtümer zum Thema UV-Schutz und Hautkrebs lesen Sie hier: Quelle: […]

26.05.2023 Artikel ansehen ↗
Überregionale Gesundheitsnachrichten

Krebsdiagnostik: Niedergelassene Ärzte schöpfen Spezialklinik-Potenziale angeblich nicht aus

Die intensivere Zusammenarbeit niedergelassener Ärzte mit onkologischen Kliniken könne zu effektiverer Behandlung von Krebspatienten führen – das meint Professorin Sonja Loges, Ärztliche Direktorin der Abteilung für personalisierte Onkologie am Uniklinikum Mannheim. Flächendeckend gäbe es laut Loges in Deutschland Krebsfachkliniken, die so genannte molekulare Tumorboards mit entsprechenden Tests anböten. Da jeder Tumor individuelle onkogene Treiber aufweise, […]

23.05.2023 Artikel ansehen ↗
Buchtipp: Stefan Heyde kämpft gegen den Pflegenotstand
Überregionale Gesundheitsnachrichten

Buchtipp: Stefan Heyde kämpft gegen den Pflegenotstand

Stefan Heyde ist Gesundheits- und Krankenpfleger und mit seiner 2015 gegründeten Protestaktion “Pflegekräfte in Not” bundesweit bekannt. Jetzt hat er ein Buch geschrieben. “Der Pflegeberuf – (k)eine heile Welt“.Quelle: SWR 2022Bildquelle: Stefan Heyde (Quelle: SWR) Interview bei SWR: https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/couchgespraeche/stefan-heyde-kaempft-gegen-den-pflegenotstand-100.html

22.05.2023 Artikel ansehen ↗