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Fit im Alter – mit Osteopathie beweglich bleiben

Joachim Kübler · · 4 Min. Lesezeit

Bildrechte: Verband der Osteopathen Deutschland e.V. Fotograf: Grafik VOD

Vital, beweglich und schmerzfrei bis ins hohe Alter – wer wünscht sich nicht, möglichst lange gesund und selbstständig zu bleiben? Die Osteopathie kann dabei oft wirksame Hilfe leisten, vorbeugend und bei bereits vorhandenen Beschwerden – in der aktuellen Ausgabe des Patientenmagazins zeigt der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. eindrucksvoll, auf welch vielfältige Art und Weise. “Osteopathie – das Praxismagazin” liegt in den Praxen der VOD-Mitglieder aus und steht Patientinnen und Patienten kostenfrei zur Verfügung.

Die zahlreichen Veränderungsprozesse im Alter grenzen die Beweglichkeit mehr und mehr ein. Kommt dabei etwas aus dem Gleichgewicht, entstehen oft Beschwerden. Hier setzt die Osteopathie an. Die ganzheitliche Medizin dient vor allem dem Erhalt und der Wiederherstellung von Bewegung im Körper. Damit ist sie wie dafür geschaffen, um Altersbeschwerden in Schach zu halten. Unter www.osteopathie.de/therapeutenliste sind umfangreich ausgebildete Osteopathinnen und Osteopathinnen verzeichnet. In vielen Praxen liegt die aktuelle Ausgabe des Patientenmagazins mit wertvollen Tipps rund um das Thema Osteopathie im Alter aus.

Die auffälligsten altersbedingten Veränderungen zeigt der Bewegungsapparat. Nehmen der Kalziumgehalt der Knochen, die Elastizität von Bändern, Sehnen und die Muskelmasse ab, verformen sich auch die Gelenke durch jahrzehntelange Belastung. Diese Veränderungen sind zunächst normale Folgen eines vielschichtigen Alterungsprozesses. Doch eine Knieverletzung in jungen Jahren kann z.B. eine Schonhaltung und damit eine Mehrbelastung des anderen Knies zur Folge haben. So summieren sich altersbedingte Abnutzung und zusätzlicher Verschleiß aufgrund der Schonhaltung. Eine Kniearthrose, also die degenerative Erkrankung des Kniegelenks, ist dann möglich. Die Osteopathie kann präventiv helfen, das Entstehen einer Kniearthrose zu verhindern, indem die Schonhaltung aufgelöst wird und eine Arthrose sich bestenfalls gar nicht erst entwickelt. Doch auch, wenn eine Kniearthrose festgestellt worden ist, kann Osteopathie begleitend zur orthopädischen und physiotherapeutischen Behandlung das Knie entlasten, damit die Arthrose nicht oder nur langsam fortschreitet. Gleichzeitig müssen Osteopathinnen und Osteopathen darauf achten, dass nicht andere Gelenke überlastet werden, wie etwa das andere Knie, die Hüfte oder die Lendenwirbelsäule. Dazu untersuchen sie deren Beweglichkeit und behandeln sie bei Bedarf mit den langjährig geschulten Händen.

Auch die inneren Organe unterliegen dem Alterungsprozess und verlieren mit den Jahren an Beweglichkeit und Leistung. So nimmt etwa die Elastizität der Lunge ab, werden ihre Blutgefäße weniger und die Lungenbläschen größer. Gleichzeitig versteift der Brustkorb und erschwert die Brustatmung. Das verringert die Lungenleistung insgesamt. Die Folge: Der Körper kann nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen und ist deshalb auch nicht mehr so belastbar. Der Mangel an Beweglichkeit macht die Lunge zudem anfälliger gegenüber Infekten, die sich leichter in den Atemwegen festsetzen können. Aus osteopathischer Sicht gilt es deshalb, die Beweglichkeit soweit möglich wieder herzustellen und zu erhalten, damit die Lunge bestmöglich arbeiten kann.

Altersbedingte Veränderungen zeigen sich auch im Verdauungstrakt. Verstopfung zählt zu den typischen Beschwerden. Osteopathinnen und Osteopathen können solche Probleme ertasten, oft lang bevor sich daraus Beschwerden entwickeln. Denn Organe, die nicht mehr richtig funktionieren, weisen veränderte, meist eingeschränkte Bewegungen auf. Können mit der Osteopathie die ursprünglichen Bewegungen wieder herstellt werden, funktionieren die entsprechenden Strukturen wieder besser – trotz altersbedingter Einschränkungen.

Manch schwerwiegende Altersbeschwerde hat eine recht banale Ursache. Harninkontinenz kann beispielsweise durch den mechanischen Druck der Bauchorgane ausgelöst werden, wenn diese im Bauchraum absinken und auf die Blase drücken, weil deren Befestigungsstrukturen altersbedingt an Spannung verloren haben. Auch hier kann der Osteopath meist helfen und mit seinen Techniken den mechanischen Druck auf die Blase mindern.

Hintergrund:

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend. Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 gegründet. Als erster und mit mehr als 5500 Mitgliedern größter Berufsverband setzt sich der VOD für Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein und fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Über 2 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.

Quelle:
Original-Content von: Verband der Osteopathen Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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