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Die Konferenz der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister (GMK) hat heute beschlossen, Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren auch in Impfzentren die Impfung zu ermöglichen. Notwendige ärztliche Beratungsgespräche werden zukünftig angeboten. Ebenso beschloss die GMK, Auffrischungsimpfungen für bereits Geimpfte durchzuführen. So sollen zunächst Patientinnen und Patienten mit Risiko-Erkrankungen, wie z. B. Hochbetagte, Pflegebedürftige und Immungeschwächte, sowie anschließend mit Vektorimpfstoffen wie z. B. von AstraZeneca oder Johnson und Johnson geimpfte Personen eine dritte Impfdosis erhalten. Die entsprechende Impfkampagne soll in Rheinland-Pfalz grundsätzlich durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erfolgen.

„Die Impfkampagne hat sich in den letzten Wochen deutlich weiterentwickelt. Durch aufsuchende und dezentrale Angebote haben wir in den Impfzentren Kapazitäten, um die notwendigen ärztlichen Beratungen für die Impfung von Kindern und Jugendlichen durchzuführen“, erläuterte Gesundheitsminister Clemens Hoch den Beschluss der GMK. „Damit können wir dem Wunsch vieler Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Eltern entsprechen und eine Impfung nach ärztlichem Aufklärungsgespräch im Impfzentrum anbieten.“

Bereits jetzt haben in Rheinland-Pfalz-Pfalz 12- bis 17-Jährige bei Kinderärztinnen und Kinderärzten sowie und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Zugang zu einem Impfangebot. Impfungen sind dort gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) – neben den Impfungen der vorerkrankten Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren – für alle nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz möglich. Darüber hinaus gibt es in Rheinland-Pfalz das Angebot über den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung Unterstützung zu erhalten, sollte sich die Arztsuche als schwierig erweisen. Zu erreichen ist dieser telefonisch unter der Rufnummer 116 117. Ab Mitte der Woche sollen in rheinland-pfälzischen Impfzentren und bei den gestern durch Rheinland-Pfalz tourenden Busse die Beratungsgespräche für Kinder und Jugendliche angeboten und damit die Impfungen durchgeführt werden.

Nach weiterem Beschluss der GMK sollen ab September Auffrischungsimpfungen für bereits geimpfte Personen angeboten werden. Damit möchten die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister den Immunschutz von Risiko-Patientinnen und -Patienten wie Hochbetagte oder Pflegebedürftige stärken. So sollen Impfungen in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen durchgeführt werden. Auch Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie Pflegebedürfte und Hochbetagte mit eigener Wohnung sollen eine Auffrischungsimpfung durch ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte ermöglicht bekommen. Nach dem Impfangebot an diese Gruppe sollen auch Geimpfte, die den vollständigen Impfschutz mit den Impfstoffen von AstraZeneca (zweifache Impfung) oder Johnson und Johnson (einfache Impfung) erhalten haben, eine so genannte „Booster“-Impfung optional erhalten. Durch die weitere ergänzende Impfung mit einem mRNA-Impfstoff wie z.B. von BioNTech oder Moderna soll der Impfschutz nochmals verbessert werden.

„Erste Studienergebnisse zeigen, dass bestimmte Personengruppen mit einer zusätzlichen Impfung einen längeren Impfschutz erhalten können. Durch die ausreichende Versorgung mit Impfstoff können wir nun für besonders vulnerable Personen eine weitere Impfung anbieten“, erklärte Hoch. „Nach Rücksprache mit unseren rheinland-pfälzischen Vertreterinnen und Vertretern der Ärzteschaft haben wir vereinbart, dass wir die Auffrischungsimpfungen grundsätzlich über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ermöglichen. Ihr dichtes Praxennetz und ihre Kenntnis der Zielgruppen erleichtert die Umsetzung der dritten Impfung.“

Quelle:
MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT UND GESUNDHEIT

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