Ein neuer Blick auf Gesundheit & Wohlbefinden GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
gesundheitRHEIN–NAHESuche ↗
MenüErnährungBewegungÜberregionale GesundheitsnachrichtenNewsletterUnsere Gesundheits-ExpertenKreis Bad KreuznachKreis Mainz-BingenKreis Aley-WormsRhein-Hunsrück KreisSelbsthilfegruppenWerbungUncategorizedArchivNachrichten aus der MedizinAdvertorialNaturheilkundePflegePsychologieEntspannungKörper & PsycheCoronaKur & ErholungKrebs-BlogDiät & ErnährungApotheken & MedizinPflege & VersorgungGesundheit & PolitikAlternative HeilmethodenStellenangeboteWellness & BeautyWellness & EntspannungSuche
Kreis Mainz-Bingen

Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Prof. Dr. Dorothee Dormann erforscht mit Antwerpener Genetikerin seltene Demenzformen

Joachim Kübler · · 3 Min. Lesezeit

Prof. Dr. Rosa Rademakers erhält den mit einer Million Euro dotierten Generet-Preis für seltene Krankheiten – Ein Teil der Mittel dient Forschungen in Mainz

Die Molekularbiologin Prof. Dr. Dorothee Dormann wird mit der Antwerpener Genetikerin Prof. Dr. Rosa Rademakers bei der Erforschung seltener Demenzformen kooperieren. Rosa Rademakers leitet das VIB Zentrum für Molekulare Neurologie an der Universität Antwerpen, Belgien, und wurde am Dienstag mit dem hoch angesehenen Generet-Preis der König-Baudouin-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit einer Million Euro dotiert. Auf die Forschungsarbeiten von Dorothee Dormann in Mainz entfällt davon in den kommenden vier Jahren ein Anteil von rund 200.000 Euro. „Ich freue mich sehr über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet dieser seltenen Erkrankungen und insbesondere auf die Kooperation mit Rosa Rademakers, einer international herausragenden Forscherin“, teilt Dorothee Dormann dazu mit.

Bei der Forschungskooperation werden sich die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der frontotemporalen Demenz widmen. Bei dieser Form der Demenz sind die Zellen im vorderen (frontalen) und dem seitlichen (temporalen) Teil des Gehirns betroffen. Die Demenz kann schon in relativ jungen Jahren auftreten. Oft sind die Betroffenen zwischen vierzig und fünfzig Jahre alt. Die Krankheit ist unheilbar und die Patienten sterben in der Regel innerhalb von zehn Jahren nach der Diagnose. Die Auswirkungen dieser Krankheit auf Patienten und Familienangehörige sind daher immens. Ungefähr eine von 5.000 Personen ist von dieser Demenzform betroffen.

Rosa Rademakers hat sich der Erforschung der Ursachen dieser degenerativen Hirnkrankheit verschrieben. Sie war 14 Jahre lang an der renommierten Mayo Clinic Jacksonville in Florida, USA, tätig. 2019 kehrte sie nach Belgien zurück, um das VIB Zentrum für Molekulare Neurologie der Universität Antwerpen zu leiten, wo sie 2004 ihren Doktortitel erhalten hatte.

Arbeiten in Mainz tragen mit Expertise über das FUS-Protein zu den Forschungen bei

Dorothee Dormann ist seit April 2021 Professorin für Molekulare Zellbiologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Adjunct Director am Institut für Molekulare Biologie (IMB) in Mainz. Sie ist eine international anerkannte Forscherin auf dem Gebiet der molekularen Neurodegeneration. Vergangenen November erhielt sie den Alzheimer-Forschungspreis 2021 der Hans und Ilse Breuer-Stiftung.

Mit den Mitteln aus dem Generet-Preis werden die Forschenden eine besonders seltene Form der frontotemporalen Demenz in den Fokus nehmen, bei der sich das FUS-Protein ansammelt. Dormann gilt als anerkannte Expertin für das FUS-Protein und andere ähnliche Proteine. „Mit den Mitteln des Generet-Preises möchten wir untersuchen, warum sich FUS im Gehirn von Patienten ansammelt, welche Rolle dieses Eiweiß genau spielt und mit welchen anderen Biomolekülen und Proteinen es agiert“, so Dorothee Dormann. Mit ihrer Arbeitsgruppe möchte sie die Proteinablagerungen aus Gehirnen verstorbener Demenzpatienten isolieren und weitere Proteine identifizieren, die sich dort zusammen mit dem FUS-Protein ablagern. Des Weiteren sollen chemische Modifikationen an diesen Proteinen untersucht werden. Dadurch erhofft sich das Forscherteam, neue Einblicke in die Entstehung der schädlichen Eiweißablagerungen zu erhalten und die Krankheitsmechanismen auf molekularer Ebene zu verstehen.

Quelle:
Prof. Dr. Dorothee Dormann Institut für Molekulare Physiologie (IMP) und Institute für Molekulare Biologie (IMB)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Weiter entdecken

Kreis Mainz-Bingen

Startschuss für das Lungenzentrum Mainz

Universitätsmedizin Mainz und Marienhaus Klinikum Mainz gründen gemeinsames Behandlungszentrum für Lungenerkrankungen Vom 1. April 2023 an bieten das Marienhaus Klinikum Mainz und die Universitätsmedizin Mainz gemeinsam eine optimierte Versorgung für Patient:innen mit Lungenerkrankungen. Zu diesem Zweck haben die Kooperationspartner ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Pneumologie und der Thoraxchirurgie sowie in den angrenzenden Fachgebieten im […]

03.04.2023 Artikel ansehen ↗
Kreis Mainz-Bingen

Neue Erkenntnisse für die Parkinson-Therapie

Forschende der Universitätsmedizin Mainz entdecken verbesserten Ansatz zur Tiefenhirnstimulation  Wissenschaftler:innen der Sektion für Bewegungsstörungen und Neurostimulation der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz haben eine wesentliche neue Erkenntnis zur Funktionsweise des Gehirns erzielt: Der sogenannte Nucleus subthalamicus, ein Nervenkern im Stammhirn, reguliert sowohl die Geschwindigkeit, mit der Bewegungen ausgeführt werden, als auch die […]

23.03.2023 Artikel ansehen ↗
Kreis Mainz-Bingen

Von Forschenden der Universitätsmedizin Mainz neu entwickeltes KI-Modell verbessert Diagnostik bei Darmkrebs

Bessere Vorhersagen von Therapieansprechen und Überlebenschancen durch  innovatives Prognosemodell.  Wissenschaftler:innen des Instituts für Pathologie der  Universitätsmedizin Mainz haben ein KI-basiertes Prognosemodell für Tumorerkrankungen des Dickdarms entwickelt. Mit Hilfe dieses sogenannten „Multi Stain Deep Learning“-Modells lassen sich mikroskopische Bilder von verschiedenen  Immunzellen im Tumor und seinem Umfeld effektiver und genauer auswerten als mit  bisherigen Methoden. Dadurch […]

14.03.2023 Artikel ansehen ↗