Rheuma gehört zu den Autoimmunkrankheiten. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass das Immunsystem überreagiert und sich gegen körpereigene Strukturen wendet. Um diese Reaktionen zu unterdrücken, werden immunsuppressive Medikamente wie Basistherapeutika oder Biologika verabreicht. Allerdings wird dadurch das Abwehrsystem des Körpers geschwächt und schädliche Viren oder Bakterien können sich besser im Körper ausbreiten.

Aber Rheumatiker leiden nicht nur direkt unter der Infektion (Fieber, Schwächegefühl, Müdigkeit). Auch Gelenk- und Muskelschmerzen treten bei ihnen in Folge der Infektion auf. Als besonders gefährlich gilt das rheumatische Fieber, das nach Infektionen der oberen Atemwege auftreten kann. Davon können auch Herzmuskel und Herzklappen betroffen sein.

Wichtig ist daher ein geeigneter Impfschutz für Rheumatiker. Insbesondere die jährliche Grippe-Impfung zählt dazu, so Christof Specker, Direktor der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie des Klinikums Essen-Mitte.

www.rheumaliga.ch/blog/2020/infektionen-immunsuppression-impfungen

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