Jährlich am 4. Februar wird mit dem „Weltkrebstag“ eine der häufigsten Todesursachen in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. An diesem Tag stehen die Vorsorge, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. Ausgerufen wurde der Aktionstag 2007 von der Welt-Krebsorganisation UICC, jährlich beteiligen sich verschiedene Mitgliedsorganisationen mit unterschiedlichen Aktionen.

Auch das Bad Kreuznacher Krankenhaus St. Marienwörth beteiligt sich und informiert über seine Angebote in der Krebstherapie und ruft zur Vorsorge auf. Das Onkologische Schwerpunktkrankenhaus gewährleistet neben der Regelversorgung der Bevölkerung und weiteren spezialisierten Angeboten den Menschen mit Tumorerkrankungen eine optimale Versorgung. Die Hauptaufgabe besteht in der wohnortnahen Betreuung von Tumorpatienten unter Einbeziehung aller relevanten medizinischen Fachrichtungen und unterstützenden Diensten. Diese intensive interdisziplinäre Betreuung sorgt dafür, dass der Betroffene in jedem Stadium der Behandlung die bestmögliche Versorgung erhält. Dabei orientieren sich alle Maßnahmen an wissenschaftlich anerkannten Leitlinien und den Empfehlungen der Fachgesellschaften.

Robert Gosenheimer, Leitender Oberarzt der Radio-Onkologie und Palliativstation und Ärztlicher Leiter des Palliativstützpunktes Rheinhessen-Nahe. Foto: Krankenhaus St. Marienwörth

Der leitende Arzt Robert Gosenheimer führt die onkologisch-palliativmedizinische Abteilung seit 21 Jahren:
„Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert werden kann, desto besser sind die Aussichten auf eine Heilung. Ich rufe immer wieder dazu auf, die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, sich gesund zu ernähren und viel zu bewegen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 500.000 Menschen an Krebs und etwa die Hälfte aller Erwachsenen können geheilt werden, bei Kindern ist die Heilungsrate sogar noch deutlich höher.“

In seiner Abteilung mit derzeit 20 Betten steht der Mensch mit seiner Erkrankung im Vordergrund. Alle aktuellen onkologischen Therapien gemäß den Onkologischen Leitlinien können hier durchgeführt werden. „Es ist wichtig, auf der Höhe der Zeit zu sein, um als Onkologisches Zentrum im Zusammenschluss der Klinik mit der Onkologischen Praxis Dres. med. Schulz und der Strahlentherapie RheinMainNahe hier am Haus unter Leitung von Privatdozent Dr. med. Ralph Mücke für den Patienten die modernste Therapie anbieten zu können.“

Auf der Palliativstation, die ein abgeschlossener Bestandteil der Abteilung ist, werden Patienten mit einer weit fortgeschrittenen nicht mehr heilbaren Erkrankung im Rahmen eines integralen palliativmedizinischen Therapiekonzeptes durch spezialisierte Ärzte und Pflegende behandelt. Hier arbeiten zusätzlich ehrenamtliche Hospizhelfer, Kunsttherapeuten, Musiktherapeuten, Seelsorger, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Psychotherapeuten Hand in Hand und bilden zusammen mit dem medizinischen Fachpersonal ein interdisziplinär abgestimmtes Team.

Gülnur Özkiran, pflegerische Abteilungsleiterin der Radio-Onkologie und Palliativstation. Foto: Krankenhaus St. Marienwörth

Gülnur Özkiran ist die pflegerische Abteilungsleiterin der onkologisch – palliativmedizinischen Abteilung. Ihr Team besteht aus onkologischen Fachpflegekräften und Mitarbeitenden mit Palliative Care Fachweiterbildung mit langjähriger Erfahrung. Auch sie setzt einen Impuls anlässlich des Weltkrebstages:
„Es gehört nicht nur Verstand, sondern auch Herz zu dieser Arbeit mit Krebspatienten. Am besten ist natürlich, wenn man die Krankheit Krebs verhindern kann!“

Neben dem onkologischen Schwerpunkt gibt es am Krankenhaus St. Marienwörth zwei zertifizierte Krebszentren, das Darmzentrum Nahe und das Brustzentrum Nahe, und den Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe (SAPV) weitere Informationen unter: www.marienwoerth.de und www.palliativstuetzpunkt-kh.de

 

Quelle:
Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e. V.

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