Ein neuer Blick auf Gesundheit & Wohlbefinden GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN
gesundheitRHEIN–NAHESuche ↗
MenüErnährungBewegungÜberregionale GesundheitsnachrichtenNewsletterUnsere Gesundheits-ExpertenKreis Bad KreuznachKreis Mainz-BingenKreis Aley-WormsRhein-Hunsrück KreisSelbsthilfegruppenWerbungUncategorizedArchivNachrichten aus der MedizinAdvertorialNaturheilkundePflegePsychologieEntspannungKörper & PsycheCoronaKur & ErholungKrebs-BlogDiät & ErnährungApotheken & MedizinPflege & VersorgungGesundheit & PolitikAlternative HeilmethodenStellenangeboteWellness & BeautyWellness & EntspannungSuche
Pflege & Versorgung

Jan Tobias Hüwel (Rechtsanwalt): Was ist zu beachten, wenn Eltern ins Pflegeheim müssen?

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Jan Tobias Hüwel (Rechtsanwalt):  Was ist zu beachten, wenn Eltern ins Pflegeheim müssen?

(Advertorial/ Werbung)

Elternunterhalt

In unserer stetig älter werdenden Gesellschaft setzt sich ein Trend immer mehr durch: Am Ende des letzten Lebensabschnittes gehen sehr viele Menschen aufgrund einer Pflegebedürftigkeit in ein Pflegeheim, weil die Angehörigen eine dauernde Betreuung nicht gewährleisten können oder wollen.

Doch wer bezahlt das alles? Ein Platz in einem Pflegeheim ist teuer. Meistens reicht die Rente nicht aus, um die Kosten zu decken. Manchmal kommt noch eine Pflegestufe hinzu, die einen Teil der anfallenden Unterbringungskosten abfängt. Doch auch diese Konstellation deckt bei weitem nicht die anfallenden Unterbringungskosten.

In diesen Fällen springt dann das Sozialamt ein und übernimmt den ungedeckten Teil der Pflegeheimkosten. Und hier droht in vielen Fällen dann Ungemach und Unsicherheit bei dem Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Denn das Sozialamt wird versuchen sich die vor verauslagten Kosten bei unterhaltspflichtigen Familienmitgliedern wieder zu holen.  In der Regel sind dies die Kinder der pflegebedürftigen Person. Diese erhalten dann ein Aufforderungsschreiben des Sozialamtes und werden zur Auskunft Ihrer Einkommenssituation aufgefordert.

Eine weitere Konstellation ist, dass die Unterbringung eines Elternteils in einem Pflegeheim absehbar ist und die Kinder möchten sich über einen eventuell bestehenden Unterhaltsanspruch informieren. Es gibt im Vorfeld einige Möglichkeiten die denkbare Unterhaltslast zu reduzieren. Z.B. bietet sich der Abschluss einer Bestattungsvereinbarung an. Dadurch werden die Bestattungskosten gedeckt. Doch auch für die unterhaltspflichtigen Kinder gibt es Wege und Möglichkeiten die Unterhaltslast zu verringern. Beispielsweise muss zunächst festgestellt werden, dass überhaupt eine Leistungsfähigkeit gegeben ist. Diese entfällt z.B., wenn sämtliches Einkommen für die Lebensführung der Familie ausgegeben wird. Auch die Bildung von Vermögen ist unter bestimmten Voraussetzungen noch möglich.

Das Thema Elternunterhalt ist sehr vielfältig und in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus gerückt, da immer mehr Menschen pflegebedürftig werden und ein erhöhter Bedarf an Rechtsberatung in diesem Themenkomplex entstanden ist. Wichtig zu wissen ist, dass es stets auf die individuellen Verhältnisse ankommt und keine generalisierte Handlungsempfehlung oder 

Beurteilung der Leistungsfähigkeit getroffen werden kann. Interessierte und Betroffene sollten sich deshalb fundierten juristischen Rat einholen, um sicherzugehen, dass die Leistungsfähigkeit korrekt berechnet wird. Doch auch bei nur bereits drohender Pflegebedürftigkeit kann juristischer Rat sinnvoll sein, um im Voraus abschätzen zu können, welche finanzielle Forderung auf unterhaltspflichtige Angehörige zukommen können. Dann kann unter gewissen Umständen noch steuernd eingegriffen werden.

Jan Tobias Hüwel, Rechtsanwalt | Fachanwalt für Familienrecht

Rechtsanwälte 

Zickmann | Keßler

Römerstraße 18-20

55543 Bad Kreuznach

Tel:  0671  9 20 26 – 0

eMail: [email protected]

Homepage: www.anwalt-kh.de

Weiter entdecken

Kostenlose Online-Seminare für Angehörige und Pflegende Mit Demenz umgehen – Grundlagen, Kommunikation, Hören, Selbstfürsorge
Pflege & Versorgung

Kostenlose Online-Seminare für Angehörige und Pflegende Mit Demenz umgehen – Grundlagen, Kommunikation, Hören, Selbstfürsorge

In den von der Veronika-Stiftung geförderten Online-Seminaren werden wichtige Grundlagenthemen umfassend und leicht verständlich von Expertinnen und Experten für Angehörige von Menschen mit Demenz oder professionell Pflegende aufgearbeitet. Die Referenten führen 60 Minuten durch ihren jeweiligen Themenbereich und stellen Videosequenzen vor, die realistischen Alltagssituationen nachempfunden sind, um so anhand authentischer Beispiele mögliche Lösungsstrategien zu erläutern und hilfreiche Anregungen zu geben. Alle Referenten stehen nach ihrem Vortrag noch für Fragen bereit. Die Termine: 22. Juli 2021, 15:30 Uhr Hören, Schwerhörigkeit und Demenz: Hören bestimmt die Teilhabefähigkeit von Menschen mit Demenz. Ist die Hörfähigkeit eingeschränkt, dann wird der Mensch aus Gesprächen und gemeinsamen Unternehmungen ausgeschlossen. Doch man kann das Hören auch therapeutisch anwenden und z. B. über das Hören bekannter Musikstücke den Menschen mit Demenz ein Stückweit aktivieren. Prof. Dr. Andreas

17.06.2021 Artikel ansehen ↗
Pflegestammtisch online: Angebot für pflegende Angehörige durch die Stadtteilkoordination BME
Pflege & Versorgung

Pflegestammtisch online: Angebot für pflegende Angehörige durch die Stadtteilkoordination BME

Pflegen Sie Angehörige und möchten sich gerne austauschen? Sind Sie nicht selbst schon Expertin in der Versorgung für andere Menschen und haben viele wertvolle Erfahrungen sammeln können, die für andere interessant oder stärkend sein können? Ein digitales Informations- und Begegnungsangebot in Form eines Pflegestammtisches für den Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg und Umgebung findet am Mittwoch, 12. Mai, von 14 bis 15 Uhr im Online-Begegnungsraum der Begegnungsstätte Vielfalt statt. Geplant sind weitere Termine, in denen einmal im Monat in Kooperation mit dem Pflegestützpunkt Bad Kreuznach gemeinsame Treffen, ein intensiver Austausch und interessante Fachgespräche stattfinden können. Wer Interesse an dem Angebot oder weitere Fragen hat, kann sich gerne bei Stadtteilkoordinatorin Bad Münster am Stein-Ebernburg, Marlene Jänsch, Tel.: (06708) 6693300, mobil( 0151), 54122926, E-mail: [email protected] bis zum 11. Mai melden. Für die digitale Teilnahme über den

28.04.2021 Artikel ansehen ↗