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Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.:Paul Kaiser legte den Caritas-Vorsitz nieder

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.:Paul Kaiser legte den Caritas-Vorsitz nieder

Mit 66 Jahren etwas kürzertreten und Verantwortung abgeben Paul Kaiser legte den Caritas-Vorsitz nieder.

Seit 2004 wirkt Paul Kaiser ehrenamtlich in den Organen des Orts- Caritasverbandes mit: zunächst als Caritasrats-Mitglied, ab Mai 2010 dann im Vorstand, dessen Vorsitz er Anfang 2015 übernahm. Nun legte Kaiser den Vorstandsvorsitz nieder – dem Verband und der Gremienarbeit bleibt er aber treu.


Mitte September verabschiedete der Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. seinen ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Paul Kaiser aus dem Amt. Bereits zu Jahresbeginn hatte Kaiser beschlossen, diese Funktion abzugeben und das bereits intern kommuniziert. Bewusst gab er dem Verband aber Zeit, die Nachfolge zu regeln.

Bei einer Feierstunde mit Vorstand und Caritasrat würdigte dessen Vorsitzender Werner Ketzer, dass der scheidende Vorstands-Chef bis jetzt im Amt geblieben war: „Sie haben auch in diesen neun Monaten die Zügel nicht schleifen lassen, sondern vollen Einsatz gezeigt“, zollte Werner Ketzer dem unermüdlichen Engagement

Kaisers Anerkennung. Dazu überreichte Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel die silberne Caritas-Ehrennadel, verliehen vom Diözesan-Caritasverband.


Ausdrücklich dankten Ketzer und Müller-Ensel dem bisherigen Vorstands- Vorsitzenden für die konstruktive und menschlich angenehme Zusammenarbeit. „Ich freue mich, dass Sie bereit sind, sich weiter im Rat zu engagieren“, schloss Ketzer. So könne man weiter von der langjährigen Erfahrung des Winzenheimers profitieren. Mit der Kooptierung ins verbandliche Aufsichtsgremium geht es für Paul Kaiser quasi

„zurück zu den Wurzeln“: Im Caritasrat begann nämlich 2004 seine ehrenamtliche Tätigkeit in den Caritas-Gremien. Und schon damals hatte man Kaiser, seines Zeichens Kaufmännischer Direktor a.D., als zusätzlichen Experten in den Rat berufen.

Der Rückzug von der Verbands-Spitze hat persönliche wie inhaltliche Gründe: Mit 66 Jahren möchte der Pensionär endlich etwas kürzertreten. Zudem sei er als inzwischen dreifacher (und ebenfalls sehr engagierter!) Großvater auch im Privatleben zeitlich mehr gefordert, verriet er bei der Verabschiedung. Der auch außerhalb der Caritas vielfach engagierte Ruheständler möchte die Verantwortung des Vorstands-Oberhauptes in andere Hände legen – persönliche Haftung und moralische Verantwortung, die ihn zusehends stärker drückten, wie er

unumwunden zugibt: „Meines Erachtens wäre es mittlerweile nötig, den Vorsitz eines solchen Verbandes ebenfalls hauptamtlich zu besetzen, da die Verantwortung für das operative Geschäft einen deutlich höheren zeitlichen Einsatz benötigen würde“, lautet seine Vision.

Überdies hatten innerkirchliche Entwicklungen Anteil an Kaisers Entscheidung: Persönlich ist er seit jeher kein Freund der Strukturreform im Bistum Trier mit den ursprünglich geplanten 35 Großpfarreien. „So kam ich immer häufiger in einen persönlichen Konflikt“, erklärt Kaiser: „Auf der einen Seite meine persönliche Einschätzung und private Meinung, auf der anderen Seite der bischöfliche Auftrag als Vorsitzender des kirchlichen Wohlfahrtsverbandes für die Landkreise Bad Kreuznach, Rhein-Hunsrück und Birkenfeld. Um den letzten Jahreswechsel herum war für mich die Zeit gekommen, aus allen diesen Gründen heraus entsprechende

Konsequenzen zu ziehen.“ Damit unterstreicht Paul Kaiser im Grunde seine Loyalität zum Caritasverband und

der sozialen Arbeit – eine Verbundenheit, die sich auch daran zeigt, dass er ein neues ehrenamtliches Tätigkeitsfeld ins Auge fasst: Gerne möchte der Verwaltungsfachmann Caritas-Klienten in Notsituationen, wie

z .B bei Todesfällen etc., verwaltungstechnisch helfen und unterstützen.

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