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Digitale Familienplanung: Natürlich schwanger werden durch neue Zyklusdiagnostik

Redaktion Gesundheit Rhein-Nahe · · 3 Min. Lesezeit
Digitale Familienplanung: Natürlich schwanger werden durch neue Zyklusdiagnostik
IKK Südwest
IKK Südwest

IKK Südwest übernimmt ab Januar 2021 bei unerfülltem Kinderwunsch die Kosten für das Medizinprodukt OvulaRing

 

Dass OvulaRing von der IKK Südwest bei Kinderwunsch im Leistungsrepertoire aufgenommen wurde, ist das Ergebnis einer erfolgreichen Teilnahme beim Healthy Hub 2019, aus der das digitale Medizinprodukt als einer der Gewinner hervorging. Dabei handelt es sich um einen von fünf gesetzlichen Krankenkassen ausgelobten Wettbewerb zur Erprobung innovativer, digitaler Lösungen für den Gesundheitsmarkt. Vorstand Daniel Schilling dazu: „Mit unserem Healthy Hub sind wir stets dabei, die besten Startup-Ideen für eine qualitative Versorgung der Patienten zu entdecken. OvulaRing hat uns begeistert, denn Frauen mit Kinderwunsch können mit dieser Innovation die Chancen erhöhen, auf natürliche Weise schwanger zu werden. Das ist ein wegweisender Schritt in Sachen gesunder und aufgeklärter Familienplanung, den wir gern unterstützen.“

 

OvulaRing von VivoSensMedical ist ein System zur individuellen Zyklusdiagnostik, auf dessen Basis ein innovatives Behandlungsschema ermittelt wurde, welches Ärzten nun bei Einschreibung in den Selektivvertrag zur Verfügung steht. Damit können effizientere Therapien ermöglicht werden. Diese neue Methode wurde von Gynäkologen entwickelt und klinisch getestet. Mit einem vaginalen Biosensor zeichnet OvulaRing die Körperkerntemperatur auf. Medizinische Algorithmen werten die Daten aus und erkennen individuelle Zyklus- und Fruchtbarkeitsmuster. Anhand dieser Daten kann eine tagesaktuelle Empfängniswahrscheinlichkeit und eine Prognose für den Eisprung im Folgezyklus ermittelt werden. 

 

Aus diesem Grund kann OvulaRing Frauen und Paare mit einem Kinderwunsch auf natürliche Weise unterstützen. Über die Software können Daten mit dem Arzt geteilt werden. Zusätzlich wird durch die hochauflösende Messung des Medizinproduktes festgestellt, ob ein Zyklus gesund ist oder Anzeichen für eine hormonelle Zyklusstörung vorhanden sind, die gegebenenfalls im Anschluss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden kann.

 

Ab dem kommenden Jahr übernimmt die IKK Südwest die Behandlung mit OvulaRing für bis zu zwölf Monate. Dabei wird die ärztliche Leistung vergütet, sofern eine Einschreibung im Selektivvertrag vorliegt, sowie die Kosten für den OvulaRing. Die Anwenderin muss einen einmaligen Eigenanteil von 99 Euro zahlen. Die Kooperation wird durch eine Studie zur Zyklusdiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch begleitet. Sie ist die bisher weltweit größte Untersuchung dieser Art. In der Studie wird die Effizienz der OvulaRing-Methode vom InGef – Institut für angewandte Gesundheitsforschung Berlin GmbH, einem unabhängigen Institut, wissenschaftlich evaluiert. Sebastian Alexander, Geschäftsführer von VivoSensMedical, freut sich über die Kooperation: „OvulaRing wird jetzt noch mehr Patientinnen den Weg zur natürlichen Schwangerschaft ebnen und ihnen physisch wie psychisch belastende Behandlungen, zum Beispiel im Kinderwunschzentrum, ersparen.“

 

Hintergrund

OvulaRing erstellt auf Basis hochauflösender Körperkerntemperaturmessung ein genaues Abbild des weiblichen Zyklus, das sogenannten Cyclofertilogramm (CFG). Ein zum Patent angemeldeter Algorithmus wertet dieses aus und ermittelt den individuellen CFG-Score, durch den der Arzt die individuelle Zyklus- und Fertilitätsgesundheit der Patientin auf einen Blick bewerten kann. Das CFG liefert Informationen, die vergleichbar mit einer kontinuierlichen Hormonbestimmung im Blut sind. Mit Hilfe der Ergebnisse kann der Arzt auch telemedizinisch personalisierte Therapien einleiten. 

 

 

Quelle:
IKK Südwest

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