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Seniorenbeirat der Stadt Bad Kreuznach: Stadtteilarbeit muss erhalten bleiben

Seniorenbeirat Stadt Bad Kreuznach 2020: Vorsitzende Suzann Kompalla (4.v.l), Herr Gernot Bach hinten (3.v.l.) Foto Dirk Basmer.
Seniorenbeirat Stadt Bad Kreuznach 2020: Vorsitzende Suzann Kompalla (4.v.l), Herr Gernot Bach hinten (3.v.l.) Foto Dirk Basmer.

Die Mitgliederversammlung des Seniorenbeirates der Stadt Bad Kreuznach fand gemäß den Bestimmungen der Gemeindeordnung in Präsenz und unter Berücksichtigung der Coronaverordnungen statt, lediglich zwei Mitglieder hatten sich entschuldigt. Vorsitzende Suzann Kompalla konnte den zuständigen Dezernenten der Stadt Markus Schlosser begrüßen, ebenso Frau Marlene Jänsch vom Stadteilbüro Bad Münster am Stein-Ebernburg. 

In ihrer Rückschau rief Suzanne Kompalla die Initiativen und Aktionen des Seniorenbeirates noch einmal in Erinnerung: Der Arbeitskreis Barrierefreiheit setzt sich z.B. für eine Ersatzbeschaffung eines Geldautomaten im Diakoniekrankenhaus ein. Dieser war wegen fehlender Rendite entfernt worden, was Patient*innen, insbesondere aber auch Menschen mit Behinderungen aus den Wohnheimen oder Werkstätten sehr nachteilig betroffen hat. Gemeinsam mit den Behindertenbeiräten aus Stadt und Kreis, dem Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V., dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, dem Sozialverband VdK im Kreis Bad Kreuznach sowie dem Zentrum für selbstbestimmtes Leben Bad Kreuznach e.V. hatte man sich an die Entscheidungsträger gewandt, inzwischen gibt es ein Angebot der Sparkasse Bad Kreuznach als Betreiber, was diskutiert werden wird. 

 

Ebenso hatte sich dieser Arbeitskreis an die Oberbürgermeisterin gewandt, da man die Belange behinderter und älterer Menschen bei Bauvorhaben nicht immer ausreichend berücksichtigt sieht diesbezüglich ist ein Gespräch mit der OB und Vertretern des Bauamtes terminiert. 

Ein aktuelles Anliegen für den Seniorenbeirat ist ein funktionierender, barrierefreier und kostengünstiger Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) in kommunaler Hand. Ein entsprechender Antrag zur Unterstützung der Kommunalisierung wurde beschlossen und dem Hauptausschuss des Stadtrates zugeleitet. Inzwischen haben die Landkreise Mainz-Bingen und Bar Kreuznach Grundsatzbeschlüsse gefasst, eine Entscheidung der Stadt Bad Kreuznach steht an. 

 

Mit einer Eingabe an den Stadtvorstand hatte der Beirat auf das regelwidrige Parken und die Vermüllung in der Stadt hingewiesen. Der zuständige Beigeordnete Markus Schlosser wies in seiner Stellungnahme auf erhöhte Fallzahlen bei der Verfolgung hin und verwies im übrigen auf eine erwartete Erhöhung der Bußgelder (ein neuer Bußgeldkatalog musste wegen rechtlicher Fehler von der Bundesregierung zurückgenommen werden). 

Aktuell beschäftigt den Beirat u.a. das drohende Ende der Stadtteilbüros, auch als Treffpunkt für Senior*Innen. Die Stadtteilbüros sind wichtige Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger, weil Z.B. in Bad Münster am Stein-Ebernburg erfolgreiche Arbeit nicht nur für Senior*innen, sondern auch für Jugendliche und Geflüchtete geleistet wird, hiervon konnte man sich vor Ort überzeugen

 

Aus diesem Grunde bedauert der Beirat die bereits erfolgte Schließung des Stadtteilbüros Süd West in 2019 und hat in einem Antrag an den Stadtrat die Unterstützung der ab Februar 2022 gefährdete Finanzierung der Stadtteilkoordination gefordert. Die Beiratsmitglieder wie auch der anwesende Beigeordnete Markus Schlosser waren übereinstimmend der Meinung: „Dafür muss Geld da sein!" 

 

in Vertretung u.v.ij.d.P.: 

Unit R Gernot Bach 

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