
Leitfaden für pflegende Angehörige: Sturzprophylaxe
Stürze, vor allem im Alter, stellen ein großes Problem dar. Jeder dritte Mensch ab 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr. Bei den über 80-Jährigen sind es sogar mehr als die Hälfte. Mit zunehmendem Alter nehmen einige körperliche und geistige Leistungen ab, so zum Beispiel die Muskelkraft, das Seh- und Hörvermögen, das Reaktionsvermögen und die Koordination. Dadurch fällt es älteren Menschen schwerer, in bestimmten Situationen schnell und angemessen zu reagieren. Zudem können Krankheiten das Sturzrisiko erhöhen. Etwa fünf Prozent aller Stürze haben einen Knochenbruch zur Folge, ein bis zwei Prozent sind Oberschenkelhalsbrüche. Frauen im Alter von über 60 Jahren sind von Brüchen deutlich öfter betroffen als Männer, was auf die bei Frauen häufiger auftretende Osteoporose zurückzuführen ist. Die Gründe für einen Sturz sind vielfältig und können einerseits durch Alterserscheinungen des Körpers, andererseits durch externe Faktoren, beispielsweise ungenügende Beleuchtung im Raum, beding









