
Teil 3: Das Desaster - und wie es dazu kommen konnte - über Jahrzehnte hinweg
Der Schock sitzt tief: Ich hatte einen faustgroßen Tumor im Enddarm. Niedergeschlagen war ich, sah mich wie ein Segelboot, das im Sturm auf Grund gelaufen war. Mein Handeln wurde von nun an nicht mehr von mir selbst bestimmt. Ich war auf Hilfe angewiesen. Die richtige Hilfe. Am darauffolgenden Tag nach meiner verhängnisvollen Darmspiegelung meldete sich der sonderbare Arzt, der die Untersuchung durchgeführt hatte. Er druckste am Telefon herum und meinte, er habe die Unterlagen an dieses „Darmzentrum“ des Katholischen Klinikums (KKM) in Mainz schicken lassen. Dort dürfe ich anrufen, um einen Termin zu vereinbaren. Aber das würde schon recht lange dauern… Ich rief dort an und hatte Frau Meyer-Reinholz am Telefon. „Gut, dass Sie sich melden, wir haben vor einer halben Stunde Ihre Unterlagen bekommen. Der Chef hat sich das schon angeschaut. Am besten Sie kommen direkt morgen früh zum Gespräch mit Professor Heintz…“ Ich war total platt. „Das ist aber wirklich sehr schnell“, bemerkte ich. „J
