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Hallo, schön dass Sie da sind. Mein Name ist Robert Gotic – wie geht es Ihnen?

Joachim Kübler · 4 Min. Lesezeit

Das Thema der psychischen Erkrankungen ist durch prominente Beispiele mehr in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gerückt und verliert zunehmend den negativen Beigeschmack der ‚seelischen Schwäche‘ oder einer ‚nur unzureichend vorhandenen Leistungsfähigkeit‘.

In verschiedenen Studien und Erhebungen der Krankenkassen werden bereits bis zu 25% des Krankenstandes in den Betrieben und Schulen psychischen Ursachen zugeschrieben.

Diese vielen Menschen können nicht alle ‚gestört‘ oder ‚zu schwach‘ sein. Diese Menschen sind zu hohen Belastungen, zu viel Stress ausgesetzt und/oder bewegen sich in einem für Sie toxischen Umfeld. Wenn Sie sich dazuzählen, dann ist das in Ordnung. Hier hilft aber kein ‚Aushalten‘ oder ‚Sich zusammenreißen‘, sondern eine Psychotherapie. 

Was ist Psychotherapie?

Zweck der Psychotherapie ist es eine seelische Erkrankung, medizinisch ausgedrückt eine sog. ‚Psychische Störung‘, zu lindern, oder im Idealfall zu heilen. Krankheitswert bekommt diese erst dann wenn Ihnen der Leidensdruck zu stark wird; so stark dass Sie diesen mit Ihren bekannten Mitteln nicht mehr in den Griff bekommen. Diese Sie in Ihrer Lebensführung so sehr einschränkt, Ihre Lebensqualität so reduziert, dass Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollten.

Das Stigma

Die allgemeine Meinung darüber, Sorge um das persönliche Ansehen, die Freunde, falscher Stolz, Scham, das Verleugnen, und die Weigerung die Rolle des seelisch Erkrankten anzunehmen, stehen häufig zwischen dem schmerzvollen Leid und der möglichen Hilfe. 

Unglücklicherweise sind die zugehörigen Begriffe meist durch Unkenntnis und Fehlannahmen stark stigmatisiert. Man denke an diverse Filme die häufig überzeichnet sind ‚Einer flog über das Kuckucksnest‘, ‚Zeit des Erwachens‘, ‚Still Alice‘, um nur einige zu nennen. Diese Filme veranschaulichen aber vor allem organisch bedingte psychische Störungen, die weitaus schwerere Verläufe aufzeigen wie die Störungsbilder die ohne Medikation durch Psychopharmaka heilbar sind. 

Angenommen sie brechen sich ein Bein, dann ist es selbstverständlich dass sie damit ein Krankenhaus aufsuchen, vermutlich mit dem Rettungswagen. Dort wird der aktuelle Zustand festgestellt, Anamnese/Diagnose per Röntgenapparat. Im Anschluss wird dann entsprechend der Soll Zustand mittels Operation, dann Schiene oder Gips, wiederhergestellt. 

Nichts was man so in Frage stellen würde. 

Aber übertragen wir das auf eine seelische Erkrankung. Hier spulen wir in der Regel automatisch folgende Selbstzweifel, Fragen und Glaubenssätzen herunter: Mir passiert so etwas nicht. Das kann doch gar nicht sein! Reiß Dich einfach zusammen! Wenn das jemand mitbekommt? Was sollen denn die Anderen sagen? Wie stehe ich dann da?

Wir verwehren uns die mögliche Hilfe, und probieren es irgendwie so, ‚Das wird schon wieder!‘… Sie schicken den Krankenwagen wieder weg. 

Sie brauchen Unterstützung? Das ist OK!

Eine Therapie zu beginnen, die Rolle des Hilfesuchenden anzunehmen, dazu braucht es neben dem Leidensdruck, auch den Mut seine Herausforderungen direkt anzugehen, und das verdient Respekt!

Behandler und Klient gehen eine Allianz, ein Bündnis, eine Partnerschaft, eine tiefgehende professionelle Beziehung basierend auf Empathie, Akzeptanz und Wertschätzung ein. Der Therapeut geht mit Ihnen so weit wie Sie es zulassen. Weder wird er in die Bewertung dessen gehen was Sie bereit sind einzubringen, noch wird er Sie bedrängen. Er respektiert Ihre persönlichen Grenzen. Er bleibt stets bei Ihnen, behält Klarheit und Überblick wenn es Ihnen zuviel wird. Sie allein bestimmen die Inhalte und Dinge die besprochen, durchgearbeitet und aufgelöst werden. 

Wie bekomme ich meine Diagnose?

Die Feststellung einer psychischer Störungen ist im Gegensatz zu einem Knochenbruch, der über bildgebende Verfahren diagnostiziert wird, anders. Der sog. Psychopathologische Befund, mittels dem psychischen Anamnesebogen, berücksichtigt auch Gefühlslagen, Emotionen, Antrieb, Schlafrhythmus, etc. die nicht per Apparatur darzustellen, einfach zu bemessen sind. Ihre Fähigkeit ‚in sich hineinzuhören‘, eine gute Selbstbeobachtung, erspüren zu können wie es um Sie steht und das in einem Fragebogen ehrlich und vorbehaltlos zum Ausdruck zu bringen ist wichtig. Dann kommt es auf die Erfahrung des Behandlers und die Vollständigkeit der Angaben an, ggf. braucht es weitere labortechnische Untersuchungen um organische Ursachen auszuschließen, erst dann kann eine Diagnose erstellt werden. So wird gezielt die Ursache behandelt, nicht das Symptom.

Bin ich dann die Diagnose?

‚Nein!‘ Sie sind immer ein Mensch, unabhängig von jeglicher Diagnose bleiben Behandler und Klient auf Augenhöhe.Die einzige Person die Ihre Therapie jetzt noch verhindern kann sind Sie. Sie haben genug gegrübelt, nehmen Sie vorhandene Hilfsangebote an. Es gibt dafür keinen besseren Zeitpunkt als JETZT.

 

 

www.robertgotic.de

tel:+49 176 5577 8793

[email protected]

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