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Tipps von Carmen Franken: Gicht – eine „Wohlstandserkrankung“

Wenn die Harnsäurekonzentration im Blut über einen bestimmten Wert steigt, dann kristallisiert die Harnsäure aus und es entstehen Harnsäurekristalle. Lagern sich diese im Gewebe und in den Gelenken ab, dann nennen wir das Gicht. Lagern sie sich in den Nieren ab, dann sprechen wir von Nierensteinen. Meist liegt beides vor: Gicht und Nierensteine.

Wie kannst Du gegensteuern?

Harnsäure entsteht durch den Abbau von Purinen. Wenn Du also zu Gicht neigst und sicher gehen willst, nicht wieder von einem Gichtanfall heimgesucht zu werden, dann tust Du gut daran, purinarme Nahrungsmittel zu Dir zu nehmen. Dazu gehören z.B. Eier, Milch und Milchprodukte (am besten fettarm), Karotten, Kartoffeln, Kopfsalat, Paprika, Tomaten, Gurke. Auf purinreiche Nahrungsmittel wie z.B. Fleisch (vor allem rotes Fleisch) einschließlich Innereien, Fisch und Schalentiere, Fleischbrühe, Hefe, Hefeextrakt, Hülsenfrüchte, Spinat, Spargel, Blumenkohl, Pilze sowie gesüßte Limonaden, Fruchtgetränke, Bier und andere alkoholhaltige Getränke solltest Du allerdings verzichten.

Hier sei angemerkt, dass sich pflanzliche Purine weniger dramatisch auf den Harnsäurespiegel auswirken, insbesondere, wenn Hülsenfrüchte vor dem Kochen für mindestens 24 Std. eingeweicht werden. Das Einweichwasser ist jedoch unbedingt wegzuschütten.

Alkohol hat in diesem Zusammenhang eine Sonderstellung und sollte (komplett) gemieden werden. Er stimuliert nämlich die körpereigene Harnsäurebildung in der Leber und hemmt gleichzeitig die Ausscheidung über die Nieren. 

Sorge für einen ausgeglichenen Magnesiumspiegel.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit (stillem) Wasser sollte zur täglichen Routine gehören.

Übermäßiges Salzen, auch nicht mit hochwertigen Salzen, ist zu vermeiden.

Der Verzehr von tierischem Eiweiß sollte reduziert werden.

Isolierte Fruktose als Süßungsmittel und auch Agavendicksaft sind aus dem Speiseplan zu nehmen.

Neben der „Ernährungs-Stellschraube“ sollte aber auch an der „Darmsanierungs-Stellschraube“ gedreht werden. Indem Du eine gesunde Darmflora (Mikrobiom) vorweisen kannst, reduzierst Du das Risiko an Gicht zu erkranken bzw. Gichtanfälle zu erleiden um ein Vielfaches.

Im Akutfall: Schmerzstelle für mind. zwanzig Minuten in Basensalz-Wasser baden.
Hier empfehle ich „Déesse-Basensalz, welches ich in der Regel immer vorrätig habe.

Abschließend sei noch erwähnt, dass Menschen mit Gicht und Harnsäurekristallen Heilfastenkuren NUR MIT therapeutischer Begleitung durchführen sollten. Warum? Weil während einer Fastenkur Ketonkörper entstehen, die die Harnsäure im Blut ansteigen lassen.

So hoffe ich Dir hilfreiche Tipps gegeben zu haben und verabschiede mich an dieser Stelle. Wenn Du weitere Fragen zu diesem Thema hast oder meine therapeutische Hilfe benötigst, dann stehe ich Dir gerne zur Verfügung.

Carmen Franken
Heilpraktikerin
Tel. 06703/960618
www.facebook.com/HeilpraxisCarmenFranken/

 

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